Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Kultur & Gesellschaft
Sterben die Bankräuber aus?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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„Geld oder Leben“ – diesen Satz hört man fast nur noch im Kino. In den letzten Jahren wurden so wenige Banken überfallen wie nie zuvor: Gab es im Jahr 1997 noch 1322 Überfälle auf Geldinstitute, Postfilialen und -agenturen, registrierte das Bundeskriminalamt im Jahr 2006 nur noch 582.
Es hat sich selbst beim harmlosesten Verzweiflungstäter herumgesprochen, dass sich der Raub mit gezückter Waffe nicht mehr lohnt. „Die Umstellung der Auszahlung von Kassen auf Automaten sowie die immer bessere technische Ausstattung der Sicherheitsvorrichtungen sind die Gründe für diese Entwicklung“, sagt der Berliner Kriminaldirektor Winfried Roll.
In Berlin gab es im letzten Jahr weniger als zehn versuchte Überfälle, 1993 waren es noch 96. „Zudem erbeuten die Täter immer weniger Geld, da die Mitarbeiter wegen der mit einem Zeitschloss gesicherten Tresore nur an geringe Mengen Bargeld herankommen“, so Roll.
Wer heute vom großen Geld träumt, muss entweder einen Geldtransporter überfallen (allerdings sind auch die Tresorwagen inzwischen perfekt gesichert) oder sich auf Online-Banking- und Scheckkartenbetrug umstellen: Das Risiko, entdeckt zu werden, ist hierbei wesentlich geringer; zugleich kann man online eine wesentlich höhere Beute machen.
Während ein traditioneller Bankräuber im Schnitt 3000 bis 4000 Euro erbeutet, kann ein Computerganove mit durchschnittlich zwei Millionen Dollar rechnen, so Betrugsuntersuchungsfachleute. „Die Bankräuber sterben aus. Mit jedem Computerbetrug ist mehr zu verdienen als bei einem Raub“, so der Leiter des Münchner Raubdezernats.

























