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Steckt in uns eine Bestie?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Verschiedene Experimente haben gezeigt, dass sich harmlose Bürger unter bestimmten Bedingungen zu sadistischen Folterern entwickeln können. Haben wir also alle eine dunkle, Furcht errregende Seite? Und gibt es überhaupt »gute« Menschen, die stets uneigennützig handeln?
Wenn Menschen, die Böses tun, nur vom Teufel besessen wären – das Problem ließe sich gut lösen: Termin mit einem Exorzisten ausmachen, den Teufel austreiben lassen, und der Besessene wäre wieder lieb. Aber weder muss man Atheist sein, um den Teufel heute für eine Fantasiegestalt zu halten, noch muss man Hitler heißen, um Böses zu tun. »Das Böse ist immer und überall«, heißt es treffend in einem Lied der »Ersten Allgemeinen Verunsicherung«.
Man drängelt sich vor, flunkert, lästert und mogelt. Obwohl man genau weiß: Nett ist das nicht. Wer anderen schadet, muss davon ausgehen, dass andere auch ihm schaden. Wer tötet, wird getötet; wer lügt, wird belogen; wer anderen die Tür vor der Nase zufallen lässt, darf nicht damit rechnen, dass andere sie ihm aufhalten. Also wäre es besser, nur Gutes zu tun.
Aber das Gute ist ebenso rätselhaft wie das Böse. Warum hat sich Mutter Teresa bloß so geopfert? Jeder ist sich selbst der Nächste; auch ein durchweg sympathischer, friedfertiger und hilfsbereiter Mensch wird zusehen, dass es vor allem ihm selbst gut geht. Dieses Prinzip scheint bei radikaler Selbstlosigkeit außer Kraft gesetzt. Ist es nicht unlogisch, dass ein Mensch nur gibt und nie nimmt?
Gut und Böse folgen durchaus einer Logik. Und auch wenn es überraschend klingt, sie folgen sogar demselben Motiv: Menschen sind egoistisch. Der eine, weil er für seinen Vorteil anderen schadet; der andere, weil er für Hilfe und Hingabe etwas zurückhaben will – zum Beispiel Anerkennung, Dankbarkeit, das Gefühl des Gutseins oder ein paar Bonuspunkte für das Heil im Jenseits.
Wenn Menschen, die Böses tun, nur vom Teufel besessen wären – das Problem ließe sich gut lösen: Termin mit einem Exorzisten ausmachen, den Teufel austreiben lassen, und der Besessene wäre wieder lieb. Aber weder muss man Atheist sein, um den Teufel heute für eine Fantasiegestalt zu halten, noch muss man Hitler heißen, um Böses zu tun. »Das Böse ist immer und überall«, heißt es treffend in einem Lied der »Ersten Allgemeinen Verunsicherung«.
Man drängelt sich vor, flunkert, lästert und mogelt. Obwohl man genau weiß: Nett ist das nicht. Wer anderen schadet, muss davon ausgehen, dass andere auch ihm schaden. Wer tötet, wird getötet; wer lügt, wird belogen; wer anderen die Tür vor der Nase zufallen lässt, darf nicht damit rechnen, dass andere sie ihm aufhalten. Also wäre es besser, nur Gutes zu tun.
Aber das Gute ist ebenso rätselhaft wie das Böse. Warum hat sich Mutter Teresa bloß so geopfert? Jeder ist sich selbst der Nächste; auch ein durchweg sympathischer, friedfertiger und hilfsbereiter Mensch wird zusehen, dass es vor allem ihm selbst gut geht. Dieses Prinzip scheint bei radikaler Selbstlosigkeit außer Kraft gesetzt. Ist es nicht unlogisch, dass ein Mensch nur gibt und nie nimmt?
Gut und Böse folgen durchaus einer Logik. Und auch wenn es überraschend klingt, sie folgen sogar demselben Motiv: Menschen sind egoistisch. Der eine, weil er für seinen Vorteil anderen schadet; der andere, weil er für Hilfe und Hingabe etwas zurückhaben will – zum Beispiel Anerkennung, Dankbarkeit, das Gefühl des Gutseins oder ein paar Bonuspunkte für das Heil im Jenseits.
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