Diese Seite bookmarken:

Diese Seite bookmarken

Energie

Sparwunder in der Wüste

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
Hier geht's zum aktuellen Heft »

Sparwunder in der WüsteSparwunder in der Wüste

Bisher waren Bürohochhäuser als maßlose Energieverschwender verrufen – demnächst sollen sie sich selber mit Energie versorgen.

Einer der Verfechter dieses Trends ist der Dortmunder Architekt Eckhard Gerber: Er wird einen 68 Stockwerke hohen Öko-Turm im arabischen Bahrain errichten, wo die Temperatur auf über 50 Grad Celsius ansteigt. Völlig neue, hocheffiziente Vakuumfenster, die aus dem Bau eine Art Thermosflasche machen, senken die Erwärmung auf ein Minimum.

Schlitze in der Fassade sorgen für eine natürliche Klimatisierung: Der darüber hinwegstreichende Wind lässt einen Unterdruck entstehen, der die verbrauchte Luft aus dem Turm absaugt. Die in das Gebäude hineinfließende Frischluft wird durch Wassertanks gekühlt.

Darüber hinaus besitzt das Gebäude aktive Energieerzeuger in Form einer Windturbine auf dem Dach, ausgedehnten Photovoltaikflächen sowie Brennstoffzellen. Der Strom, der nicht gebraucht wird, betreibt eine Elektrolyseanlage, die Wasserstoff bereitstellt. Die Beleuchtung lässt sich tagsüber auf ein Minimum reduzieren, weil Reflektoren das Sonnenlicht einfangen und in das Gebäude leiten.

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)
Autor/in: Wolfgang C. Goede


Mehr zum Thema:

Einsortiert unter:

Energie  /  Windturbine