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Spaß mit Downsizing: Fiat 500 Cinquecento nun als Zweizylinder

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Der Fiat 500 als Kultauto
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als Semi-Cabrio beim Cinquecento
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als Semi-Cabrio beim Cinquecento

Und er bewegt sich doch. Wacker stürmt der kleine Fiat nach vorn, untermalt vom kernigen Sound des Motors. Oder muss man besser sagen Motörchens? Denn ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“ haben die Fiat-Ingenieure den Sprung gewagt und mit der radikalen Beschränkung dem Triebwerk zwei seiner vier Zylinder zu amputiert. Herausgekommen ist ein Twin, so wie er Motorräder antreibt, aber keine Automobile. Hier muss man aber umdenken, betont der Technische Leiter von Fiat Deutschland, Klaus Schühle.

Wenn auch der Motor dem aktuellen Trend zum Downsizing folgt, weil nur durch Verkleinerung sich die anspruchsvollen Ziele sinkenden Verbrauchs in Zeiten knapper Ressourcen und strengeren gesetzlichen Vorgaben realisieren lassen, so muss der technologische Aufwand für diese Ziel enorm gesteigert werden. „Unser neuer Motor ist alles andere als ein Billigtriebwerk“, sagt Schühle. Vielmehr hat er Konzern Großes mit ihm vor.

Der Ottomotor bildet die Basis einer ganz neuen Triebwerksgeneration und soll nicht nur in weitere Modelle der Marken Fiat, Alfa, Lancia und demnächst auch Chrysler eingebaut werden, dieser Twin soll auch wachsen. Vier- Dreizylinder sind ebenso so geplant wie spezifisch angepasste Varianten für zukünftige Hybridmodelle. „Aber darüber zu reden“, sagt der Deutschlandchef von Fiat, Manfred Kantner, „ist absolut noch viel zu früh. Aber wir haben noch viel in der Pipeline“, fügt er an.

Das Grundlayout des Motor ist sein Hubraum von 435 ccm, ein Maß, das sich als „optimal herausgestellt hat“, weiß Technikexperte Schühle. Aber um die beiden Zylinder zu nachhaltiger Kraftentfaltung zu bewegen, waren ausgesuchte Hightech-Helfer wie Turbolader oder die fiateigene MultiAir-Technologie mit elektrohydraulischer Ventilsteuerung notwendig. Nur mit Hilfe des Abgasturboladers ist ein Twin-Motor mit den Leistungsdaten eines Vierzylinders machbar. So kommt er auf 85 PS oder 63 kW bei einem maximalen Drehmoment von 145 Nm. Das ist ausreichend, um den Cinquecento in 11 Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 173 km/h zu erreichen.

Entscheidend ist aber der Verbrauch. In Verbindung mit dem Fünfgangetriebe beträgt er im Schnitt 4,1 Liter Superbenzin pro hundert Kilometer. Damit unterschreitet der Wagen die 100 Gramm-Grenze für den C02-Ausstoß. Mit 95 g/km ist er sensationell niedrig und wird mit der Automatik nochmals unterboten. 4 Liter und 92 Gramm sind die Bestwerte. Die serienmäßige Start-Stopp-Funktion hilft dabei – auch wenn sie noch nicht für alle Fahrsituationen ausgereift zu sein scheint. Vor allem dann nicht, wenn der Ampelstart zu schnell absolviert wird, stirbt der Motor leicht ab.

Insgesamt kommt das Fahrvergnügen nicht zu kurz. Der Wagen zieht kräftig an. Der Turbolader kennt nicht mehr das berüchtigte verzögerte Ansprechen und hängt sauber am Gas. Wer etwas weniger vehement unterwegs sein will und es ruhiger angeht, wechselt auf den Eco-Modus, dann wird die Leistung auf 78 PS (57 kW) zurückgenommen. Dann allerdings bedeutet weniger auch weniger Verbrauch – die neue Art des Fahrspaßes.

03.09.2010

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