Lebe, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben.
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Entstehung des Universums
Sonnen-Invasion aus dem All
Auch im Weltraum finden offenbar ganze Völkerwanderungen statt! Angeblich stammt rund ein Viertel der Sterne in der Milchstraße aus fremden Galaxien – weit mehr, als bislang angenommen. Das ergab eine neue Untersuchung der beiden Astronomen Terry Bridges und Duncan Forbes. “Manche der Sterne und Sternhaufen, die man sieht, wenn man in den Himmel schaut, sind Aliens aus fremden Galaxien,“ erklärt Bridges. „Diese fremden Sternhaufen sind wahrscheinlich in den vergangenen Milliarden Jahren zu uns gekommen.“
Die fremden Sterne stammen ursprünglich aus benachbarten Zwerggalaxien. Die Milchstraße hat sie mit ihrer starken Gravitationskraft einfach geschluckt. Sternhaufen bestehen aus 10 000 bis einer Million Sterne, die komplette Milchstraße umfasst 100 bis 300 Milliarden. Unsere Sonne ist einer davon.
Astronomen wussten schon länger, dass einige Sternhaufen in unserer Galaxie von außerhalb kommen. Bridges und Duncan berechneten jetzt ihren Anteil. Mit Hilfe des Weltraumteleskops “Hubble“ untersuchten sie das Vorkommen schwerer Metalle in den einzelnen Sternhaufen. Daraus zogen sie Rückschlüsse auf das Alter der erforschten Objekte: Ältere Sterne weisen in der Regel einen deutlich geringeren Metallgehalt auf.
Die Auswertung ergab zwei unterschiedliche Gruppen: Die Sterne der ersten Gruppe sind allesamt rund 12,8 Milliarden Jahre alt. Dieses Alter entspricht in etwa dem der Milchstraße. Diese Sterne sind also die “Urgesteine“ in unserer Galaxie. Die Sternhaufen der zweiten Gruppe verfügen dagegen über einen höheren Metallgehalt und sind infolgedessen jüngeren Ursprungs. Außerdem weisen sie größere Altersunterschiede auf. Vermutlich stammen diese jüngeren Anhäufungen aus Zwerggalaxien, die nach und nach von der ursprünglichen Milchstraße aufgesogen wurden.
Doch woher stammen diese Sterne? Astronomen kennen bislang zwei Zwerggalaxien, bei denen sich die Milchstraße bedient hat: Sagittarius (Bild: Wikimedia Commons) und das Sternbild des Großen Hundes. Diese Zahl muss nun nach oben korrigiert werden: Die beobachteten Sternhaufen kommen wahrscheinlich aus sechs weiteren Nachbargalaxien.























