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Psychologie & Gesundheit
Sollten wir unsere Weisheitszähne einfrieren?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Schon bald könnte das schmerzhafte Zähneziehen immerhin einen sehr positiven Nebeneffekt mit sich bringen: Wie japanische Forscher jetzt herausgefunden haben, sind unsere ungeliebten Weisheitszähne nämlich keineswegs nutzlos.
In ihren Wurzeln befindet sich eine bestimmte Form von Stammzellen, die sich so programmieren lassen, dass sie als Material für ethisch unbedenklichen Gewebeersatz infrage kommen könnten. Hajime Ohgushi und sein Team vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) in Amagasaki haben mithilfe von nur drei Genen aus Stammzellen von Weisheitszähnen iPS-(induzierte pluripotente) Zellen hergestellt – Stammzellen also, die natürlichen Stammzellen in vielen Eigenschaften stark ähneln.
Besonders vielversprechend: Die Zellen ähneln embryonalen Stammzellen, aus denen die mehr als 200 Arten von Körperzellen entstehen, sie könnten also im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls eingesetzt werden. Zudem gelang es Ohgushi und seinem Team, auch die iPS-Zellen in Herzmuskelzellen zu differenzieren. Ein weiterer Vorteil: Der Gewinn an iPS-Zellen aus den Weisheitszähnen ist 30- bis 100-fach höher als bei der Verwendung von Fibroblasten aus der Haut.
Bis die Methode vollständig erforscht und weitläufig anwendbar ist, wird es aber schätzungsweise noch einige Jahre dauern. Dennoch kann es sinnvoll sein, seine gezogenen Weisheitszähne vorsorglich einzufrieren. Im gefrorenen Zustand können sie noch viele Jahre bis zu einer möglichen Verwendung gelagert werden.
P.M. Fragen & Antworten 02/2011

























