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Psychologie & Gesundheit
Soll man Sonnenbrillen nur vom Optiker besorgen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Sonnenbrillen sollen die Augen vor der grellen Sonne schützen. Doch eine dunkle Brille allein ist kein wirksamer Schutz, im Gegenteil: Wird nur das sichtbare Licht weggeblendet, weiten sich die Pupillen, und die schädlichen, aber unsichtbaren UV-Strahlen fallen ungehindert ins Auge.
Langzeitfolgen von mangelhaftem oder fehlendem Sonnenschutz sind Grauer Star (Eintrübung der Linse) sowie Makuladegeneration (Netzhautschädigung), kurzfristig kann es zu Entzündungen kommen. Die wichtigste Aufgabe einer Sonnenbrille ist also nicht die Verdunklung, sondern der Schutz vor UV-Strahlung. Solche Brillen müssen nicht teuer sein – auch günstige Brillen bieten effektiven Schutz. Voraussetzung ist der „UV-400“-Vermerk.
Der garantiert, dass der Gläserschliff alle Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern abschirmt, was für den normalen Gebrauch vollkommen ausreicht. Neben der ausgewiesenen „UV“-Klasse garantiert das „CE“-Prüfzeichen ein Mindestmaß an Qualität. Solche Sonnenbrillen findet man zwar auch auf dem Wühltisch, allerdings hapert es im Billigpreissegment oft an den Gläsern. „Gute Gläser haben keine Fehler wie eingeschlossene Luftbläschen, geben die Umwelt unverzerrt wieder und sind kratzfest“, betont der Direktor der Bonner Universitäts-Augenklinik, Professor Frank Holz.
Für Kinder kommen übrigens nur Kunststoffgläser in Frage – Glas ist beim Herumtoben viel zu gefährlich. Außerdem braucht eine gute Kindersonnenbrille einen zusätzlichen Seitenschutz gegen Streustrahlung von reflektierenden Flächen. Ob die Gläser gelb oder pink sind, ist für die Schutzwirkung letztlich irrelevant. Professor Holz plädiert jedoch für die klassische Grau- oder Brauntönung, da gelbe und grüne Gläser die Farben verfälschen, und das ist zum Beispiel im Straßenverkehr nicht ungefährlich.























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