Es besteht nicht die geringste Gefahr, dass je die Vernunft auf Erden überhandnehmen, dass es je vernünftig zugehen könnte auf Erden.
Die geheimen Supersinne des Internets
Sind alle Menschen von Natur aus Egoisten?
Die fliegende Sternwarte
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Smarte Trips: So funktioniert das Ausleihen (Neue Mobilität III)
Mein Auto – dein Auto. Die Idee ist denkbar einfach und entspringt den Vorstellungen, wie sie vor 30 Jahren angedacht, aber nicht realisiert wurde. Handy, mobiles Internet, ausgereifte Elektronik und sich änderndes Bewusstsein geben der neuen Mobilität eine zweite Chance. Bei car2go hält der Fahrer einen speziell codierten Führerschein gegen den an der Windschutzscheibe befestigten Sensor des am Straßenrand geparkten Smarts. Die Türen lassen sich öffnen, der Zündschlüssel liegt im Handschuhfach, das mit Hilfe des persönlichen Codes zu öffnen ist. Jetzt nur noch den Motor starten und losfahren. „Der Nutzer kann so lange und so weit fahren wie er möchte“, erklärt Daimlersprecher Alexander Leo das Prinzip.
Ist der Fahrer am gewünschten ziel angekommen, wird der Führerschein mit seinem aufgeklebten Codierchip wieder gegen die Windschutzscheibe gehalten, die Chips tauschen ihre Daten aus, die Türen entriegeln sich, der Zündschlüssel wird ins Handschuhfach gelegt, die Codenummer eingetippt. Aussteigen, mit Führerschein das Auto verriegeln und alles ist erledigt. Das Auto meldet sich in der Zentrale, wird abgeholt, getankt und für die nächste Ausfahrt vorbereitet. Wenn die Strecke nur kurz war, steht es für den weiteren Einsatz sofort bereit.
Der Fahrer kann sich aber auch entscheiden, den Wagen nur zu parken, seine Einkäufe erledigen und weiter zu fahren. Dann steigt er aus, nimmt den Schlüssel an sich und verriegelt mit ihm. zur nächsten Vermietung ist der Smart erst dann bereit, wenn der Schlüssel sowohl im Handschuhfach als auch die Türen mit dem Codier-Führerschein verriegelt sind. Die Rechnung für die zurückgelegte Wegstrecke kommt mit der monatlichen Abrechnung. Die Tarife liegen inklusive aller Kosten bei 9,90 € pro Stunde und 49 € pro Tag.
Den Peugeot seiner Wahl fahren
„Mu byPeugeot“ funktioniert mit einem Online-Konto und Prepaid-Charakter. Interessenten, die im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis sein müssen, registrieren sich auf der Seite www.mu.peugeot.de der an den vier bisher teilnehmenden Standorten Berlin-Brandenburg, Wilmersdorf (2), Schöneberg oder Lichtenberg. Einmalig ist eine Kontoeröffnungsgebühr in Höhe von 10 € fällig und dann können zum Preis von 10 € 50-Mu-Punkte erworben werden. Die Standard-Tagestarife umfassen 24 Stunden, das Wochenende von Freitagmittag bis Montagmittag 12 Uhr 72 Stunden. Kleinwagen kosten 250 Punkte (=50 €), am Wochenende 675 Mus (=135 €) Die ausgeliehenen Fahrzeuge werden bei den Niederlassungen entgegengenommen und wieder zurückgebracht.
Erste Erfahrungen mit dem neuen Ausleih-Konzept Mu by Peugeot
Mittlerweile liegen auch bereits die ersten Erfahrungen des seit Mai laufenden Versuchs in Berlin vor. „Wir müssen“, so stellt der Geschäftsführer von Peugeot Deutschland, Thomas Bauch, fest, „die Lücke zwischen der Haustür des Kunden und der Mu-Entnahmestelle verkürzen.“ Mit dem Senat der Hauptstadt werden derzeit Verhandlungen geführt, um neue Plätze auszuweisen. Aber dennoch sei die neue Mobilität bei den Kunden noch nicht angekommen, stellt er selbstkritisch fest.
Pressesprecher Thomas Schallberger gibt sich zuversichtlich und räumt ein, dass „ein solch vollkommen neues Angebot seine Zeit braucht, bis seine Vorteile erkannt sind. Wir sind die Ersten.“ Mehr als 12 000 Interessierte hätten die Mu-Seite angeklickt und 100 Berliner Kunden nutzten dieses Angebot. „Natürlich spüren wir, dass Cabrios, Sportwagen und Transporter besonders beliebt sind, um Ausfahrten oder Umzüge zu machen“, sagt er. Mit dem ab Spätherbst auch zu mietenden Elektroauto Ion werde die Zahl der Ausleihen rapide anwachsen, ist sich Schallberger sicher.
19.08.2010























