Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Psychologie & Gesundheit
Sitzt das "Bauchgefühl" wirklich im Bauch?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Nein, die Intuition sitzt im Gehirn, das alle unsere Wahrnehmungsprozesse steuert. Dass uns bestimmte Situationen auf die inneren Organe schlagen können, ist jedoch in fast allen Sprachen geläufig. Im Englischen ist es beispielsweise der Darm ("gut feeling"), und im Italienischen heißt es über eine zurückhaltende Person: Non ha fegato, "er hat keine Leber". Forschern ist es nun gelungen, mithilfe der Kernspintomografie die Intuition genau zu verorten: Sie fanden heraus, dass die Logik ihren Platz im vorderen, oberen Hirnbereich hat (genauer: im medialen Frontalhirn, im unteren Parietalkortex sowie im Precuneus). Beim "In-sich-Hineinhorchen" werden dagegen die Inselrinde (nahe den Schläfen) und Teile der Großhirnrinde aktiv. Lange galt als sicher, dass Frauen schneller die Gefühle anderer Menschen wahrnehmen können als Männer.
Manche Forscher glauben sogar, das Gehirn von Frauen sei von Geburt an auf Einfühlungsvermögen geeicht ("E-Hirn"), während Männer die Welt eher systematisch interpretieren ("S-Hirn"). Doch die berühmte "weibliche Intuition" scheint es nicht zu geben: Der Forscher Richard Wiseman gab Frauen und Männern zwei Fotos, auf denen ein Mensch mit echtem und mit falschem Lächeln zu sehen war. Obwohl sich die Frauen als "sehr intuitiv" einschätzen, lagen sie beim Erraten des wahren Lächelns erheblich öfter daneben als die Männer.
P.M. Fragen & Antworten 09/2011

























