Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Kunstschätze der Antike
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Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Das glühende Inferno kommt nicht aus heiterem Himmel: Schon vor Tagen hat ein Erdbeben die Bewohner der griechischen Insel Santorin vor dem drohenden Vulkanausbruch gewarnt. Fast alle haben ihren wichtigsten Besitz zusammengepackt und sind auf das sichere Festland geflüchtet. Hilflos müssen die Männer, Frauen und Kinder nun aus der Ferne erleben, wie ihre Heimat zerstört wird: Ein Hagel aus heißen Steinen lässt Dächer einstürzen, und ganze Häuser versinken unter einer meterdicken Schicht aus Lava und Asche.
Was für die damaligen Bewohner eine Katastrophe war, erweist sich rund 3500 Jahre später für die Forscher als Glücksfall: 1967 entdeckt der griechische Archäologe Spyridon Marinatos auf Santorin unter der Erdoberfläche eine nahezu perfekt erhaltene bronzezeitliche Stadt – mit Überresten von Straßen, Plätzen und Gebäuden. Sogar einige Wandmalereien sind erhalten geblieben. Eine wissenschaftliche Sensation.
»Auch wenn es zynisch klingt, aber eine Katastrophe in der Antike kann für die Archäologie das größte Glück sein«, sagt Professor Raimund Wünsche, Direktor der Staatlichen Antikensammlungen in München. Schutt und Asche haben die wertvollen Stücke konserviert, die den Archäologen heute verraten, wie die Menschen in der griechischen Antike gelebt haben, wie ihre Städte und Dörfer gebaut waren, wie ihre Tempel und Kunstwerke aussahen.
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