Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
06/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Verlangen die Frauen heute zu viel?
Gibt es bald ein Medikament gegen das Altern?
Wann wird eine Psycho-Krise zum Trauma?
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
05/2012
Ausgabe
03/2012
Ausgabe
03/2012
92 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei Qualitäts-Kochtopf-Sets!
Ausgabe
03/2012
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Wissenschaft & Technik
Sind Rothaarige verführerischer?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
Hier geht's zum aktuellen Heft »
Rita Hayworth hatte rote Haare, die Sängerin Milva machte ihre Mähne zum persönlichen Markenzeichen. Rothaarigen hängt der Ruf des Verruchten an. Macht gerade das sie so verführerisch? Ist es der Reiz des Verbotenen, der Fantasien beflügelt, hinter wallenden Feuerlocken verberge sich besondere Leidenschaftlichkeit, sogar sexuelle Gier? Mit rot gefärbten Haaren versprachen schon antike Freudenmädchen temperamentvolle Erlebnisse. Im Mittelalter wurden Frauen mit roten Haaren als Hexen verfolgt. Und die trieben es bekanntlich mit dem Teufel.
Im Russischen und Arabischen ist das Wort »rot« gleichbedeutend mit »schön«. In vielen arabischen Stämmen färben sich die Frauen ihre Haare mit Henna rot. Bei uns aber verbindet der Volksglaube mit Rutilismus – so die wissenschaftliche Bezeichnung für Rothaarigkeit – die Neigung zu heftigen Gefühlsausbrüchen bis hin zum Jähzorn. Donar, der germanische Gewittergott, hatte rote Haare. Judas trug laut einer Überlieferung einen roten Bart.
Vielleicht erregen rote Haare aber auch einfach deshalb Aufmerksamkeit, weil sie relativ selten sind: In Nordeuropa liegt der Anteil der natürlichen Rothaarigen bei fünf Prozent. Iren und Schotten treiben den Durchschnitt nach oben: Dort hat etwa jeder Zehnte einen roten Schopf. In Südeuropa hat die Natur nur einem von hundert Menschen einen Rotstich verpasst.
Sprießen rote Haare am Kopf, ist das einfach eine Frage des Pigmentstoffwechsels – und der ist erblich. Ein direkter Zusammenhang zwischen Haarfarbe und Temperament oder Charakter ist wissenschaftlich nicht gesichert. Dan Cobbett von der Harvard University hat aber herausgefunden, dass Rothaarige oft weniger Anti-Stress-Hormone produzieren. Das mache sie unkonventioneller. Autoritäten nähmen sie nicht so wichtig. Eigensinn, schräge Ideen und das ungefilterte Aussprechen unliebsamer Gedanken seien typisch.

























