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Trend & Style

Seit wann tragen wir Nagellack?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Erst 1925 kam richtige Farbe auf die NägelErst 1925 kam richtige Farbe auf die Nägel
Erst 1925 kam richtige Farbe auf die Nägel
iStockphoto

Den alten Ägyptern war die Pflege und das Färben der Nägel selbstverständlich – als Nagelfarbe dienten damals die Pflanzenfarbe Henna oder das kupferfarbene Sekret einer Insektenart. Auch in China färbten die Adligen ihre Nägel mit Goldplättchen.

In Europa begannen die Frauen erst im 18. Jahrhundert, ihre mandelförmig geschnittenen Nägel mit einem parfümierten und rötlich gefärbten Öl auf Hochglanz zu polieren. Als der Erste Weltkrieg in Europa ausbrach und Amerika am sechsten April 1917 Deutschland den Krieg erklärte, gab es auf der 5th Avenue in New York bereits das erste Nagelstudio – hier wurde allerdings nur geschnitten, gefeilt und poliert.

Erst 1925 kommt endlich richtige Farbe auf die Nägel: In dieser Zeit einer boomenden Autoindustrie werden neuartige, stark deckende Pigmente für die Lackierungen der Fahrzeuge eingesetzt. Diese Technik versuchen nun Chemiker auch auf die Kosmetikindustrie zu übertragen. 1925 kommt ein durchsichtiger, rosa scheinender Lack auf den Markt, der aber nicht sehr lange hält. Mit diesem Lack werden vorerst nur Hollywoods Filmstars wie Jean Harlow, Gloria Swanson oder Rita Hayworth geschmückt – die „normale“ Frau traut sich mit bunten Nägeln noch nicht auf die Straße.

1932 dann endlich der Durchbruch: Die Brüder Charles und Joseph Revlon (später Kosmetikhaus Revlon) entwickeln den ersten deckenden Nagellack in verschiedenen Rottönen – damit schaffen sie aus einem Nebenprodukt der Autoindustrie ein Beautyprodukt, das heute in keinem weiblichen Badezimmer fehlt.

Anfangs tragen die Frauen klassisches Rot, anschließend kommt Pink in Mode, und in den 1970er-Jahren sieht man auch Metallic-Lacke in Blau und Grün auf den Nägeln. Zurzeit ist die beliebteste Lackfarbe der „nude“-Ton (glänzendes Beige) – wie vor 200 Jahren

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