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Geschichte & Politik

Seit wann gibt es Kreditkarten?

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Die Sache war dem Herrn mehr als peinlich: Frank McNamara hatte in einem feinen New Yorker Restaurant gut und üppig gespeist. Der Ober brachte die Rechnung, McNamara griff nach dem Portemonnaie in seine Tasche – doch die war leer! Er hatte sein Geld zu Hause vergessen. Das sollte dem Geschäftsmann nicht noch einmal passieren. Und so gründete er im Januar 1950 mit 200 Gleichgesinnten den Diners’ Club, einen Klub, der in einer Reihe guter Lokale in der Stadt Kredit bekam (diner = Tischgast). Die Mitglieder zahlten, indem sie die Rechnung unterschrieben. Diesen Beleg schickten die Restaurants zum Monatsersten an die Klubzentrale, die die Zeche abzüglich acht Prozent bezahlte und später mit den Mitgliedern abrechnete. Die acht Prozent kamen in die Klubkasse, die Mitglieder zahlten für den Service und einen Mitgliedsausweis zunächst drei Dollar pro Jahr. Die Kreditkarte war geboren.

In der Wirtschaft sprach sich schnell he-rum, dass die kleinen Kärtchen durchaus die Kauflust förderten, Branche für Branche schloss sich dem Zahlungssys-tem an. 1958 kam die American Express Card auf den Markt, es folgten Visa-, Masters- und Eurocard. Ohne sie geht in den USA fast nichts mehr: 1,5 Milliarden der bunten Plastikdinger sind dort im Umlauf, benutzt von 158 Millionen Personen. Daneben sehen die Deutschen direkt bescheiden aus: Hier zu Lande sind 17,9 Millionen Kreditkarten in Umlauf. Das weitaus verbreitetere Zahlungsmittel bei uns ist die ec-Karte, von der etwa 45 Millionen ausgegeben wurden.

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