Eine Theorie, die nicht praktisch im Leben Anwendung finden kann, ist wertlose Gedankenakrobatik.
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Geschichte & Politik
Seit wann gibt es Autokennzeichen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Schon vor 2000 Jahren donnerten römische Streitwagen mit vorschriftsmäßigen Kennzeichen durch die Lande.
Die Engländer griffen diese Idee im 17. Jahrhundert auf und kennzeichneten Kutschen mit Familienwappen, damit Passanten auf der Straße noch schnell ehrfurchtsvoll den Hut vor der davonrollenden Nobelkarosse ziehen konnten.
Um 1870 erreichte die Kennzeichnungsfreude auch einzelne Gemeinden in Deutschland – allerdings zunächst nur bezüglich Fahrrädern. Auf diese Weise wollte man Rowdys zu einem vernünftigen Fahrstil anhalten. Das erste deutsche Autokennzeichen wurde 1892 in Berlin ausgegeben.
14 Jahre später entschied man sich, das Kfz-Zeichen amtlich landesweit einzuführen, da sich mit dem Verkehrsaufkommen auch die Fahrerfluchten häuften. Damals waren rund 10 000 Autos, 16 000 Motorräder und 1000 Laster in den 26 Ländern des Deutschen Reichs zugelassen.
Diese „Verkehrsbelästigung“ entlockt uns heute ein mitleidiges Lächeln: Derzeit sind in Deutschland rund 60,5 Millionen Kraftfahrzeuge angemeldet.
Allein die Fahrt zur Zulassungsstelle bläst jedes Jahr 250.000 Tonnen Kohlendioxid in die Umwelt. Die An-, Um-, und Abmeldung dieser Autos beschäftigt in Deutschland rund 12 000 Menschen.
Damit wird in absehbarer Zeit Schluss sein: Spätestens 2013 soll das bisherige System auf ein Online-Zulassungssystem umgestellt werden. Dann würden Kennzeichen und Zulassungsplaketten ganz bequem per Post zum Halter kommen.

























