Es besteht nicht die geringste Gefahr, dass je die Vernunft auf Erden überhandnehmen, dass es je vernünftig zugehen könnte auf Erden.
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Schwimmkurs für Windräder
Es gibt viele Windräder der Megawatt-Klasse. Aber "Hywind" ist ganz besonders: Statt auf festen Fundamenten zu stehen treibt es in der Nordsee. Weltweit ist es das erste seiner Art.
Das schwimmende Windrad ist ein Pilotprojekt von Siemens und Norwegens Ölkonzern StatoilHydro. Sie wollen beweisen, dass Windanlagen nicht fest im Meeresboden fixiert werden müssen, um zur Energieversorgung beizutragen.
Seit September steht Hywind vor der Küste Norwegens, zwölf Kilometer südöstlich der Insel Karmøy. Die Wassertiefe beträgt dort 220 Meter: zu viel für herkömmliche Anlagen; aber perfekt für schwimmende Windräder, die für Tiefen zwischen 120 und 700 Metern konstruiert sind.
Siemens lieferte das hundert Meter hohe Windrad. Mit einem Rotordurchmesser von 82 Metern kommt es auf eine Leistung von 2,3 Megawatt. StatoilHydro hingegen stellte den Unterbau her. Für das schwimmende Fundament entwickelten die Norweger einen mit Ballast befüllten Stahl-Schwimmer. Er reicht bis hundert Meter unter die Wasseroberfläche und sorgt für Stabilität. Drei am Meeresboden befestigte Ankerdrahtseile halten die Anlage auf ihrem Platz.
Hywinds Vorteile: Das Einsatzgebiet dieser Stromgeneratoren wird größer. Egal ob Steilküste, felsiger Untergrund oder weicher Sand: für schwimmende Anlagen sind der geologische Untergrund und die geografische Lage unbedeutend. Auch ökologisch punkten die neuen Windräder. Sie lassen sich dort verankern, wo sie weder Fischer noch Seevögel stören. Selbst Länder, die keine Flachwasserzonen haben, können nun Windräder errichten.
Ein weiterer Vorteil: günstigere Baukosten. Feste Fundamente werden bei Wassertiefen ab etwa dreißig Metern richtig teuer. Schwimmende Windräder stellen eine wesentlich billigere Alternative dar.
Zunächst wird Hywind zwei Jahre lang im Testbetrieb laufen. Danach hoffen die Betreiber, ihre neue Schwimmtechnik verkaufen zu können. Japan, Südkorea, Spanien oder die USA sind potentielle Abnehmer.























