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Psychologie & Gesundheit

Schützt Mehrsprachigkeit vor Demenz?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Bei Mehrsprachigen sind bestimmte Gehirnregionen aktiver und besser verknüpft.
iStockphoto

Sprechen Sie deutsch? Parlez-vous français? Do you speak English? Parla italiano? ¿Habla español? Wenn Sie auf mindestens zwei dieser Fragen mit „Ja, und zwar fließend!“ antworten können, dürfen Sie sich glücklich schätzen: Luxemburgische Wissenschaftler haben bewiesen, dass Mehrsprachigkeit Demenzsymptome verzögern kann. Sie fanden heraus, dass erste geistige Ausfallerscheinungen wie Gedächtnisschwäche im Schnitt drei bis vier Jahre später auftreten, wenn jemand zwei oder mehrere Sprachen spricht – am besten regelmäßig.

Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler 230 Frauen und Männer mit einem Durchschnittsalter von 73 Jahren untersucht. Jeder von ihnen sprach mindestens zwei Sprachen fließend. Anhand von Hirn-Scans der Probanden konnten sie nachweisen, dass bestimmte Gehirnregionen, die für Sprache, aber auch für das Gedächtnis und andere geistige Leistungen wichtig sind, bei Mehrsprachigen aktiver und besser verknüpft sind als bei Einsprachigen. Gedächtnisverlust, Verwirrung und Schwierigkeiten, Probleme zu lösen oder Ereignisse zu planen, treten bei ihnen erst Jahre später auf als bei anderen Menschen. Andere Faktoren wie Beruf, Geschlecht oder Herkunft brachten dagegen keinerlei Unterschied hinsichtlich des Demenzstatus der Untersuchungsgruppen.

 

P.M. Fragen & Antworten 01/2013

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4.1 (9 Bewertungen)
Autor/in: Elena Rudolph

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