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Verkehrspionier

Rohrpost durch die Schweiz

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Rohrpost durch die SchweizRohrpost durch die Schweiz

Die kleine Schweiz möchte als Verkehrspionier Geschichte schreiben.

Der aufsehenerregende Plan: Alle großen Städte sollen mit einer »fliegenden U-Bahn« verbunden werden, die die Reisezeit von einem Ende des Landes zum anderen auf 30 Minuten verkürzt – und das im Sechs-Minuten-Takt. Die Swissmetro, so ihr Name, ist eine Magnetschwebebahn, ähnlich dem Transrapid. Sie soll in 50 Meter Tiefe durch eine unterirdische Röhre rasen, aus der ein großer Teil der Luft herausgepumpt wird: Das senkt den Widerstand und ermöglicht eine Reisetempo von 500 km/h.

Die Swissmetro AG, gegründet von mehreren Unternehmen und Politikern, plant eine knapp 300 Kilometer lange Ost-West-Achse von St. Gallen bis Genf sowie eine 250 Kilometer lange Nord-Süd-Verbindung von Basel bis Bellinzona. Die Idee für eine »Menschenrohrpost« ist bereits 30 Jahre alt und erfährt jetzt neuen Auftrieb, weil sie eine klimafreundliche Alternative zum Auto- und Flugverkehr bietet.

Wegen der umgerechnet 40 Milliarden Euro Baukosten hat sich bisher allerdings weder die Regierung noch die Finanzwelt für das Projekt erwärmen können. Swissmetro-Verwaltungsrat Walter Jermann räumt ein, dass das Projekt visionär sei, doch »absolut machbar«, wie die Gutachten bewiesen. Im nächsten Jahr soll ein Versuchstunnel entstehen, in dem der Betrieb getes-tet und der Öffentlichkeit demons-triert wird; danach könne man mit einem 100 Kilometer langen Teilstück von Basel nach Zürich jederzeit beginnen.

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Autor/in: Wolfgang C. Goede


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