Es ist albern, Menschen in gut oder schlecht zu gruppieren. Menschen sind entweder charmant oder langweilig.
P.M. Hefte
Die geheimen Supersinne des Internets
Sind alle Menschen von Natur aus Egoisten?
Die fliegende Sternwarte
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2011
Ausgabe
04/2011
Ausgabe
02/2012
Vorsicht, Ansteckungsgefahr!
Charismatische Persönlichkeiten
Biografie eines Cafés
Grand Café Odeon Zürich
Ausgabe
04/2011
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
02/2012
Ausgabe
01/2012
Ausgabe
01/2012
98 qualitativ hochwertige Sudokus – für Anfänger, Fortgeschrittene, Experten und Champions
Zu gewinnen: drei iPods nano!
Ausgabe
01/2011
Noch mehr Rätselspaß:
P.M. Logicals bringt Ihre grauen Zellen auf Hochtouren. Mit 45 anspruchsvollen Logik-Puzzles
Ausgabe
01/2011
Zitat des Tages
Oscar Wilde
Schon gewusst?
Wer war vor Eva Adams Frau?
P.M. Online Newsletter abonnieren:
»Eine Zeit der Extreme und des Umbruchs«
Rebecca Gablé im Interview
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
Hier geht's zum aktuellen Heft »
In ihrem neuen Roman »Hiobs Brüder« führt die Erfolgsautorin ihre Leser in die Welt des 12. Jahrhunderts. Im Interview mit P.M. HISTORY erzählt sie, warum Behinderte in dieser Geschichte die Heldenrolle einnehmen.
P.M. HISTORY: Die Hauptfiguren in »Hiobs Brüder« sind anders, als man mittelalterliche Helden erwartet. Was hat Sie bewogen, Menschen mit »Macke« zu Romanhelden zu machen?
Rebecca Gablé: Diese Entscheidung stand nicht einmal am Anfang der Romanidee. Die Initialzündung für den Roman war die Besichtigung einer winzigen griechischen Insel, wo bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts Leprakranke in einer alten venezianischen Festung »verwahrt« wurden. Dieses Erlebnis hat mich sehr beeindruckt und lange beschäftigt, und ich habe darüber nachgedacht, einen Roman daraus zu machen. Bald wurde mir aber klar, dass Lepra nicht das Thema war, das ich suchte, um die Zeit des englischen Bürgerkriegs im 12. Jahrhundert zu schildern.
Dann las ich zufällig, dass im mittelalterlichen Europa gelegentlich auch geistig und körperlich behinderte Menschen von der Gesellschaft separiert und eingesperrt wurden – oft in verlassenen Leprakolonien –, weil es eine kirchliche Lehrmeinung gab, die besagte, geistig Behinderte hätten keine Seele, und Menschen, die mit körperlichen Anomalien geboren wurden, seien nicht nach dem Ebenbild Gottes erschaffen. Da hatte ich mein Thema gefunden, und diese Vertreter einer Randgruppe erschienen mir hervorragend geeignet, um aus ihrer Perspektive – quasi von außen – die Gesellschaft im England des 12. Jahrhunderts zu schildern.
Im Gegensatz zu heute, wo es plastische Chirurgie gibt, war man im Mittelalter eher daran gewöhnt, entstellte Menschen zu sehen. Warum fiel es vielen trotzdem so schwer, mit Behinderten umzugehen?
P.M. HISTORY: Die Hauptfiguren in »Hiobs Brüder« sind anders, als man mittelalterliche Helden erwartet. Was hat Sie bewogen, Menschen mit »Macke« zu Romanhelden zu machen?
Rebecca Gablé: Diese Entscheidung stand nicht einmal am Anfang der Romanidee. Die Initialzündung für den Roman war die Besichtigung einer winzigen griechischen Insel, wo bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts Leprakranke in einer alten venezianischen Festung »verwahrt« wurden. Dieses Erlebnis hat mich sehr beeindruckt und lange beschäftigt, und ich habe darüber nachgedacht, einen Roman daraus zu machen. Bald wurde mir aber klar, dass Lepra nicht das Thema war, das ich suchte, um die Zeit des englischen Bürgerkriegs im 12. Jahrhundert zu schildern.
Dann las ich zufällig, dass im mittelalterlichen Europa gelegentlich auch geistig und körperlich behinderte Menschen von der Gesellschaft separiert und eingesperrt wurden – oft in verlassenen Leprakolonien –, weil es eine kirchliche Lehrmeinung gab, die besagte, geistig Behinderte hätten keine Seele, und Menschen, die mit körperlichen Anomalien geboren wurden, seien nicht nach dem Ebenbild Gottes erschaffen. Da hatte ich mein Thema gefunden, und diese Vertreter einer Randgruppe erschienen mir hervorragend geeignet, um aus ihrer Perspektive – quasi von außen – die Gesellschaft im England des 12. Jahrhunderts zu schildern.
Im Gegensatz zu heute, wo es plastische Chirurgie gibt, war man im Mittelalter eher daran gewöhnt, entstellte Menschen zu sehen. Warum fiel es vielen trotzdem so schwer, mit Behinderten umzugehen?
Mehr zum Thema:
- Exklusiver Vorabdruck
- Kriemhilds Rache























