Es besteht nicht die geringste Gefahr, dass je die Vernunft auf Erden überhandnehmen, dass es je vernünftig zugehen könnte auf Erden.
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Rathaus widersteht Tsunami
Die Erde im Pazifik bebt. Nach nur zehn bis zwanzig Minuten erreicht eine 16 Meter hohe Welle das Festland – die Westküste der USA. Vielerorts gibt es nicht genügend Plätze, die Schutz bieten. Tsunamifeste Häuser könnten helfen. Die Geotechnikerin Yumei Wang vom Oregon Department of Geology and Mineral Industries in Portland entwickelt Gebäude, die den Wellen standhalten sollen.
Angeregt zum Handeln haben die Wissenschaftlerin alarmierende Nachforschungen ihrer Kollegen. Diese stellten fest, dass es jederzeit zu einem Erdbeben kommen könnte. Die Folgen wären verheerend. In Cannon Beach im US-Bundesstaat Oregon gibt es nicht genügend Fluchtwege. Oft sind diese nur schwer begehbar. Gerade für Kinder und ältere Leute sind die Monsterwellen daher gefährlich. Geschützt ist nur derjenige, der schnell einen höher gelegenen Ort erreicht. Deshalb möchte Wang das erste so genannte Tsunami-Evakuierungsgebäude der USA dort errichten.
In Cannon Beach soll das Rathaus so umgebaut werden, dass es tsunamifest wird. Das Gebäude, so der Plan der Entwickler, wird auf Betonsäulen gestellt. Sie sind in ein tiefes Betonfundament im Boden verankert. Zusätzlich werden die Außenwände verstärkt (Foto: Oregon Department of Geology and Mineral Industries / Yumei Wang). Die Kosten von ein bis zwei Millionen Dollar sollen sich lohnen. Nur so könnten die Menschen schnell und sicher gerettet werden, erklärt die Geotechnikerin.
Wie bedrohlich die Lage ist, zeigte der letzte Tsunami an der Westküste der USA. Am 26. Januar des Jahres 1700 zerstörte eine Monsterwelle zahlreiche Küstenstädte in Nordamerika. Die Welle war so stark, dass sogar an den Küsten Japans viele Menschen starben. Wann das nächste Beben zu erwarten ist, können die Wissenschaftler nicht sagen. Bisher trat es ein Mal in hundert Jahren ein. Nun ist es schon zweihundert Jahre her. Die Wahrscheinlichkeit, dass es bald eintreten könnte, ist sehr hoch – deshab steht für Wang fest: Es darf keine Zeit verloren werden!























