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Justizskandal
RAF: Wer steckte hinter diesem Mordkomplott?
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Seit 1970 überzog die »Rote Armee Fraktion« die Bundesrepublik mit Terroraktionen. Unter ihren Opfern waren Wirtschaftsbosse ebenso wie hochrangige Juristen, Polizisten und einfache Angestellte. Bis heute nicht aufgeklärt ist die Ermordung von Siegfried Buback am 7. April 1977. P.M. HISTORY enthüllt exklusiv die unheilvolle Verstrickung von Terroristen und deutschen Geheimdiensten – und stellt die Frage, ob die 2009 verhaftete Hauptverdächtige Verena Becker bis heute vom Staat vor Strafverfolgung geschützt wird.
Tipp: Lesen Sie dazu auch unsere Interviews mit
Michael Buback, dem Sohn des erschossenen Bundesanwalts Siegfried Buback >>
und mit
Gretchen Dutschke, der Witwe des Studentenführers Rudi Dutschke >>
Der Typ, der gerade noch lässig in Jeans und T-Shirt am Gartenzaun gelehnt hatte und mit einem Kumpel plauderte, setzte zum Sprung an. Aus dem Haus in der Bergengruenstraße 48a in Berlin-Schlachtensee hasten jetzt zehn bewaffnete Leute in Zivil, zwei tragen schusssichere Westen. Im Eiltempo verschwinden sie in ihren Limousinen mit Berliner und Bonner Kennzeichen, und mit durchdrehenden Reifen rasen sie davon. Es ist der 27. August 2009, ein Donnerstag, kurz nach elf Uhr. Das Ziel ihrer Mission haben die BKA-Fahnder verfehlt. Die RAF-Terroristin Verena Becker war am Morgen dieses Tages nicht zu Hause gewesen. Sie stellte sich erst am Abend bei ihrem Verteidiger Walter Venedey in der Fasanenstraße, der mit Gregor Gysi und Kollegen eine Anwaltssozietät betreibt.
Das ist ein weiteres merkwürdiges Kapitel aus dem Innenleben der »Roten Armee Fraktion« (RAF): Eine totgesagte Organisation, die 40 Jahre nach ihrer Gründung den Staat von einer Verlegenheit in die nächste stürzt. Angeblich hat sich die RAF mit einem Bekennerschreiben, das am 20. April 1998 bei Reuters in Köln einging, selbst aufgelöst. Tatsächlich sind jedoch etliche Morde bis heute nicht aufgeklärt – und sollen wohl auch nicht aufgeklärt werden. Denn die Geheimdienste hatten die RAF so früh instrumentalisiert, dass bis heute nicht klar ist, wer welchen Mord begangen hat – und vor allem, mit welcher Rückendeckung.
Tipp: Lesen Sie dazu auch unsere Interviews mit
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Der Typ, der gerade noch lässig in Jeans und T-Shirt am Gartenzaun gelehnt hatte und mit einem Kumpel plauderte, setzte zum Sprung an. Aus dem Haus in der Bergengruenstraße 48a in Berlin-Schlachtensee hasten jetzt zehn bewaffnete Leute in Zivil, zwei tragen schusssichere Westen. Im Eiltempo verschwinden sie in ihren Limousinen mit Berliner und Bonner Kennzeichen, und mit durchdrehenden Reifen rasen sie davon. Es ist der 27. August 2009, ein Donnerstag, kurz nach elf Uhr. Das Ziel ihrer Mission haben die BKA-Fahnder verfehlt. Die RAF-Terroristin Verena Becker war am Morgen dieses Tages nicht zu Hause gewesen. Sie stellte sich erst am Abend bei ihrem Verteidiger Walter Venedey in der Fasanenstraße, der mit Gregor Gysi und Kollegen eine Anwaltssozietät betreibt.
Das ist ein weiteres merkwürdiges Kapitel aus dem Innenleben der »Roten Armee Fraktion« (RAF): Eine totgesagte Organisation, die 40 Jahre nach ihrer Gründung den Staat von einer Verlegenheit in die nächste stürzt. Angeblich hat sich die RAF mit einem Bekennerschreiben, das am 20. April 1998 bei Reuters in Köln einging, selbst aufgelöst. Tatsächlich sind jedoch etliche Morde bis heute nicht aufgeklärt – und sollen wohl auch nicht aufgeklärt werden. Denn die Geheimdienste hatten die RAF so früh instrumentalisiert, dass bis heute nicht klar ist, wer welchen Mord begangen hat – und vor allem, mit welcher Rückendeckung.
Autor/in: Michael Seewald
Mehr zum Thema:
- Interview
- Extremisten
- 1977
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