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Wissenschaft aktuell
Plattenspieler de Luxe
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Der gute alte Plattenspieler erlebt eine unverhoffte Renaissance. Immer mehr anspruchsvolle Audiofans schätzen seine natürliche Klangwiedergabe, die angeblich selbst teuerste CD-Spieler nicht erreichen können.
Mit raffinierten Kunstgriffen entwickeln deutsche Firmen die analoge Technik weiter. Der »Clearaudio HE« – Spitzname »Goldfinger« – hat einen Tonabnehmer mit Schwingspulen aus feinstem Golddraht. Diese verwandeln die Schwingungen der Nadel, die die Plattenrille abtastet, in elektrischen Strom.
Vorteil der Goldspulen: Das Edelmetall ist extrem leitfähig, deshalb können die Spulen sehr klein sein. Der fingerförmige Tonabnehmer kommt deshalb mit einer sehr geringen Masse aus, was die Wiedergabequalität um ein Drittel steigen lässt: Das Klangbild ist außergewöhnlich transparent und lebendig, sagen Audio-Experten.
Während die Tonabnehmer nicht leicht genug sein können, verhält es sich bei den Laufwerken genau umgekehrt: Je hochwertiger der Plattenspieler, um-so schwerer sind Gehäuse und Plattenteller. Das verhindert, dass Erschütterungen den sensiblen Tonabnehmer erreichen.
Um den Plattenspieler optimal von seiner Umgebung zu entkoppeln, hat zum Beispiel der »Transrotor Gravita« eine kardanische Aufhängung: Wie ein Schiffskompass ist der Plattenteller in zwei Ringen gelagert, die sich in alle Richtungen bewegen können und sämtliche Störungen abfangen – der Plattenteller, der durch ein Pendel stabilisiert wird, bleibt so immer exakt waagerecht. So viel aufwändige Technik hat natürlich ihren Preis: 55000 Euro – ohne Tonabnehmer.
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