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Trotzkopf zwischen den Zeiten

Paracelsus

Dieser Artikel stammt aus P.M. Biografie
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Der Mann mit dem selbstgewählten pompösen Namen Teophrastus Bombastus Paracelsus widersetzte sich respektlos den Autoritäten des Mittelalters. Er begründete die moderne Medizin und bereitete den Boden für den Aufbruch der Wissenschaft in die Neuzeit.

Das Ende des Mittelalters war nicht die günstigste Zeit, um geboren zu werden. Die Massen waren arm, die Gesellschaftsordnung starr, die geistige Befreiung der Renaissance noch unerreichbar weit für die Lebenden. Die meisten Kinder wuchsen ohne Hoffnung auf, aus den Verhältnissen auszubrechen, in die sie hineingeboren waren. Doch im Jahr 1493 kommt ein Junge zur Welt, der stark genug ist, um sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen: Theophrastus Bombastus von Hohenheim. Ein Name wie ein Donnerschlag.

Sein Vater entstammt einem verarmten, niederen Adelsgeschlecht in Einsiedeln im Schweizer Kanton Schwyz. Er ernährt seine Familie recht und schlecht als Landarzt. Seine Mutter ist Leibeigene der Benediktinerabtei Einsiedeln, einem uralten Marienwallfahrtsort und Startplatz für die Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Sie stirbt, bevor ihr einziger Sohn sein erstes Lebensjahrzehnt vollendet hat. Sein Vater erzieht ihn zum Arzt. Nichts lässt seinen späteren Ruhm ahnen. Klein, bucklig und kränklich soll der junge Teophrast gewesen sein, ein Stotterer noch dazu. Später erinnert er sich traurig, „wie Hunger und Armut unsere Jugend verzehrten“.

Teophrast tritt brav in die Fußstapfen seines Vaters, beginnt im Alter von 16 Jahren Medizin in Basel zu studieren.
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