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Wireless Technology
Ordnung im Heimkino
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Funkbrücken ermöglichen elektronische Unterhaltung zu Hause, designfreundlich und ohne Kabelchaos.
Heimkino ist toll – dank der Dolby-Digital- oder DTS-Tonspuren aktueller Kinofilme sitzt der Zuschauer akustisch mitten in der Handlung. Jets düsen quer durchs Wohnzimmer, Bösewichte schleichen sich von hinten an. Der Haken am System: Optimal tönt’s nur mit mindestens fünf Lautsprechern, von denen zwei (die Rückboxen) hinter dem Zuschauer oder seitlich von ihm platziert werden.
Das Problem dabei: Irgendwie müssen Kabel zu ihnen geführt werden. Da kommt der sogenannte Women’s Acceptance Factor (WAF) ins Spiel. Die mit einem Augenzwinkern verwendete Größe bedeutet: Wie viel sichtbare Technik ist die durchschnittliche Ehefrau bereit, in der guten Stube zu akzeptieren? Meist weniger, als den Anbietern von Heimkino-Mehrkanalanlagen recht sein kann.
Die Strippen zu den Rückboxen sind auch für ästhetisch belastbarere Zeitgenossen ein Ärgernis. Die Kabel von der Schaltzentrale (meist einem sogenannten AV-Receiver) quer über Teppich oder Parkett zu legen können sich nur Singles erlauben. Spätestens wenn man Kinder im Haus hat, verbieten sich diese Stolperfallen. Die Alternative: Man führt die
Kabel umständlich über Wände oder Decken zu den Lautsprechern. Das ist kindersicher, sieht aber meist nicht schön aus – der WAF lässt grüßen.
Heimkinosysteme mit Funkverbindung beseitigen die augenbeleidigenden Stolperfallen: Die Signale für die Rearboxen werden drahtlos übermittelt, nur eine oder zwei Netzsteckdosen an der rückwärtigen Wand braucht die Funk-Brücke noch, eventuell auch ein kurzes Stück Lautsprecherkabel.
Noch radikaler ist der Ansatz, ganz auf die rückwärtigen Boxen zu verzichten. Klangprojektoren, neudeutsch gern »Sound Bars« genannt, kommen ohne physische Rücklautsprecher aus: Clevere Elektronik und akustische Kniffe in dem kompakten Klangriegeln simulieren die Rearboxen – je nach Hersteller und Raumakustik verblüffend gut.
Einen Tiefbasslautsprecher (»Subwoofer«) benötigen aber auch Sound Bars für optimalen Klang. Viele Systeme des Jahrgangs 2009 versorgen diesen ebenfalls per Funk – auch für ihn reicht dann das Kabel zur Netzsteckdose.
Bei allen Funkstrecken ist die Art der Übertragung wichtig – weitgehend störungssicher und rauscharm sind Modelle mit Digitaltechnik.
Was in der Praxis effektvoller klingt – klassische Mehrkanalanlagen mit Funkübertragung zu den Rückboxen oder Sound Bars –, hängt vom konkreten Produkt und der Akustik des Wohnraums ab. Nach der reinen Lehre sind Pakete mit Rücklautsprechern besser. In der Praxis schlägt ein gut klingender Sound Bar eine mittelmäßige Anlage mit fünf Lautsprechern. Wer sich unschlüssig ist: mit den Lieblings-DVDs oder Blu-ray-Discs probehören!
Apropos: Viele Heimkinoanlagen des Jahrgangs 2009 bringen schon ein Laufwerk für die hochauflösenden Blu-ray-Scheiben mit (spielen aber selbstverständlich auch DVDs und CDs ab). Das bedeutet: Wenn eines der hier abgebildeten Sound-Systeme mit einem Flachbildschirm-TV ergänzt wird, ist das Heimkino komplett.
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