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Opel Corsa 2010: Ganz der alte, aber unterm Blech alles neu
Heil’ges Blechle, am Blech durften die Ingenieure nicht fummeln, nahezu sakrosankt war das Design. Aber dafür konnten sich die Motoren- und Fahrwerksspezialisten austoben. Mit einer Vielzahl an Motoren und einem geänderten Fahrwerk sowie neu justierter elektrischer Lenkung startet der erfolgreiche Kleinwagen aus Eisenach und Saragossa in die neue Saison.
„Man muss schon ganz genau hinsehen“, eröffnete Opels Pressesprecher die Laudatio über den Neuen, um die Unterschiede des Jahrgangs 2010 zu dem seit 2006 in vierter Generation gebauten Kleinwagen zu erkennen. Beeindruckend ist die Zahl der neuen Motoren: Allein vier Dieselaggregate stehen zur Verfügung, darüber hinaus noch vier Benziner und zwei Autogastriebwerke. Darüberhinaus bieten drei Farbvarianten, Color Edition, Color Wave und Color Race weitere Möglichkeiten der optischen Differenzierung.
Auch sind die Ingenieure stolz auf die sinnvollen Gadgets, wie den aus der Stoßstange herausfahrbaren Fahrradträger FlexFix oder das beheizbare Lenkrad, Zubehör, das in dieser Klasse der Kleinwagen selten ist. Wird vor allem der Radträger von den Kunden der fünftürigen Variante besonders gern geordert und entscheidet sich insgesamt jeder zehnte Corsakäufer für FlexFix und Lenkradheizung, so muss man sich doch fragen, ob bei einer Dieselrate beim Corsa von 5 Prozent sich der Aufwand der vielen Motoren lohnt. Der verantwortliche Motorenentwickler Gerold Reinheimer glaubt die passende Antwort parat zu haben: „Die Turbotechnik ermöglicht uns mit geringem Aufwand an der Leistungsschraube zu drehen und so die Varianten zu erhöhen.“
Höchste Zuverlässigkeit und Spitzenplatz in der Beliebtheitsskala
Seit 1982 wird der Corsa gebaut und ist gleichzeitig das Einstiegsmodell der Rüsselsheimer. Über 1,4 Millionen Corsa wurden bisher verkauft, 412 000 im letzten Jahr und in Deutschland war er in der Beliebtheitsskala an dritter Stelle. Die Prüforganisation DEKRA hat ihn gar bei 15 Millionen Untersuchungen an die Spitze der Modelle mit der geringsten Mängelquote gesetzt. So viel Zuverlässigkeit und Beliebtheit war Ansporn den Wagen noch zu verbessern.
Die Federung der Dieselmodelle ist komfortabler geworden, den teilweise neuen oder komplett überarbeiteten Motoren wurde mehr Drehmoment und PS bei gleichzeitig geringeren Verbräuchen mit auf den Weg gegeben. Dabei hat Opel ein eigenes Motorenmanagement samt Einspritzsystem entwickelt, „um das Leistungsspektrum noch zielgenauer entwickeln zu können“, wie Reinheimer sagt. Gleichzeitig hat Opel-Rüsselheim den Dreizylinder ausrangiert und bietet ihn auf dem deutschen Märkt nicht mehr an.
Neben der Vielzahl der Motoren und dem aufgefächerten PS-Angebot, das von 70 bis 192 PS (Diesel75 – 130 PS) reicht, ist vor allem der EcoFlex bemerkenswert. Mit dem Spardiesel und seinen wackeren 95 PS wird ein Verbrauch von 3,7 Liter laut DIN-Spezifizierung erreicht. Das sind 98 g C02, ein glänzender Wert, wenn auch das Start-Stopp-System fehlt. Für den Herbst ist es angekündigt. Der EcoFlex ist sowohl als Drei- wie Fünftürer erhältlich und die Diätkur hat so gut angeschlagen, dass die 2 Türen lediglich 2 Gramm mehr wiegen. Der Spardiesel startet bei15 000 €, während die 70 PS-Sparversion mit Benzinmotor bei 11 300 € beginnt.
Resümee nach den ersten Proberunden: Der Corsa ist deutlich verbessert und aufgewertet. Die Innenraumausstattung und –gestaltung wurde nochmals angehoben und in den höheren Ausstattungslines dem heutigen Geschmack und Farbtrends angepasst. Die Sitze bequem, das Motorengeräusch der kleinen Benziner und Diesel kann auf Dauer nerven. Dem könnte der sechste Gang im Schaltgetriebe abhelfen – aber leider nicht vorgesehen. Seinen dritten Platz in der Verkaufsstatistik wird er sicherlich behalten und ausbauen können. Preis und Vielfalt sprechen dafür
12.02.2010























