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Psychologie & Gesundheit
OP ganz ohne Narben?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Durch ein neues Operationsverfahren bleibt die Haut unverletzt. Das Skalpell wird vielleicht schon bald nur noch dort angesetzt, wo keine sichtbare Narbe bleibt – im Körperinnern!
Möglich wird das durch ein völlig neuartiges Verfahren: »Notes«. Die Abkürzung steht für »Natural Orifice Transluminal Endoscopic Surgery« – operieren durch natürliche Körperöffnungen hindurch. Infrage kommen dafür der über den Mund bzw. über die Speiseröhre zugängliche Magen, die Nase, die Vagina und der Darm. Konkret heißt das: Gallensteine werden durch die Vagina entfernt, der entzündete Blinddarm über den Magen usw.
So verläuft der Eingriff: Über einen flexiblen Schlauch werden Kameralinse, Lampe sowie die OP-Geräte durch die gewählte Körperöffnung eingeführt. Dann schneidet der Chirurg eine kleine Öffnung von maximal einem Zentimeter in die Wand des »Eingangsorgans« (z. B. den Magen), und schon ist der Weg frei in Richtung Operationsstelle. Dazu muss man wissen, dass es noch bis vor Kurzem als undenkbar galt, ein Loch in den Magen zu schneiden. Die Kritiker der Notes-Methode warnen denn auch dringend vor einem gefährlichen Infektionsrisiko – wenn Keime aus Magen oder Darm in den Bauchraum gelangen, stehen die Chirurgen vor einem Super-GAU.
Doch in der Praxis scheint bisher alles prima zu klappen. In der Forschung wird »Notes« euphorisch gefeiert, und die Befürworter der Methode sehen sich schon sämtliche Operationen im Bauchraum über Mund, Darm oder Vagina durchführen – an Leber, Bauchspeicheldrüse, Eileitern, Milz oder Nieren. Die Vorteile liegen auf der Hand: Weniger Schnitte, das bedeutet eine schnellere Genesung, weniger Schmerzen, keine Wundinfektionen – zumal die Haut ungleich schmerzempfindlicher ist als etwa die Magenschleimhaut. Zudem kann die Narkose sparsamer dosiert werden. Und nicht zuletzt: Welcher Patient will schon für den Rest seines Lebens eine unschöne Narbe davontragen?

























