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Kultur & Gesellschaft
Nackte Nachrichten – wo gibt´s denn so was?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Man muss nicht immer originell sein, um Quote zu machen: Ausziehen reicht schon.
Der kanadische Nachrichtensender »Naked News« hat laut Eigenwerbung »Nichts zu verbergen!«, was sich insbesondere auf die Moderatorinnen und Moderatoren bezieht: Die entblättern sich nämlich live vor der Kamera, während sie trocken Nachrichten aus aller Welt verlesen – und mit jeder Meldung entblößt sich der Sprecher ein bisschen mehr, bis mit dem Wetterbericht dann auch das Höschen gefallen ist.
Die »Naked News« (mit Hauptsitz in Toronto) gingen 1999 zunächst nur mit weiblichen Ansagerinnen an den Start, seit 2001 ist auch die »male version« mit männlichen Sprechern on air. Doch auch bei den hüllenlosen Nachrichten kennt man Skrupel. Sich den BH aufzuhaken, während sie von blutigen Terroranschlägen berichten, das war sogar Anchorwoman Victoria Sinclair (Künstlername!) und ihren Kolleginnen zu heikel. Am 11. September 2001 etwa blieb die Bluse zu. Bei der Tsunami-Katastrophe im Indischen Ozean hingegen gab man sich wieder ganz zwanglos.
Inzwischen gilt senderintern die Regel: Tragische Nachrichten bitte nicht mit blankem Busen oder unverhülltem Zipfel bringen. Die Quote stimmt jedenfalls – laut Eigenaussage der Firma »Naked Broadcasting Inc.« erreicht das Programm allein in den USA und Australien wöchentlich 25 Millionen Zuschauer.
Die Nackten senden täglich ein »Unterhaltungsnachrichten- und Tagesereignisprogramm« in mehr als 135 Ländern. Seit zwei Jahren kann man die unbekleideten Nachrichtensprecher auch in England und Frankreich via Kabelnetz empfangen – der Rest der Welt kann die nackten Fakten für rund zehn Dollar pro Monat im Internet abonnieren.

























