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Mysteriöse Schatulle entdeckt
Eine Schatulle aus dem 16. Jahrhundert mit Wahrsage-Amuletten wurde in Königsberg entdeckt.
Die Ausgrabungen fanden auf dem Gelände des ehemaligen preußischen Krönungsschlosses statt. Kaliningrad war bis 1945 die Hauptstadt Ostpreußens, damals hieß es allerdings noch Königsberg. In den sechziger Jahren ließ Moskau das mittelalterliche Schloss der Stadt sprengen. Dass dies ein Fehler war, erkannte man im Kreml dann irgendwann selbst, und so gab es seitdem schon eine ganze Reihe von Versuchen, Hohlräume unter dem Schloss aufzuspüren. In den Kellern werden noch unzählige Kunstschätze vermutet. Immerhin diente das Schloss gegen Ende des zweiten Weltkriegs als Aufbewahrungsort für Beutekunst.
Die geheimnisvolle Schatulle ist das bisherige Highlight der Grabung – auch, weil sie nicht leer war. In ihr befanden sich elf Amulette aus Gold, Silber, Kupfer und Zinn, übersät mit Hieroglyphen und Inschriften in Hebräisch, Altgriechisch und Latein. Auf einigen der Schmuckstücke und der Schatulle sind zudem Teufelsdarstellungen, Pentagramme und Abbildungen okkulter Rituale zu sehen. Stücke dieser Art sind sehr selten, eine derart vollständige Sammlung bisher einmalig. Nach Angaben des russischen Fernsehens gibt es nicht mehr als zehn dieser Amulette in ganz Europa.
Die Schatulle stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert, ihr Erhaltungszustand ist hervorragend. Bei der Interpretation des Fundes sind sich die Experten einigermaßen einig: Die Amulette und Broschen wurden wahrscheinlich von einem Wahrsager benutzt, um in die Zukunft zu schauen. Einen Verdacht haben die Experten auch schon. Der Berater von Herzog Albrecht von Preußen hatte bekannter Maßen ein großes Interesse an Astrologie und Schwarzer Magie. Er wäre ein geeigneter Kandidat. Aleksandr Vasilyev – er entdeckte die Schatulle als erster und er hat darüber hinaus seine ganz eigene Story zu dem Schmuckkästchen. An dem Tag als er es entdeckte, hatte er zuerst eine Panne mit dem Auto, dann gab sein Kühlschrank den Geist auf und dann auch noch das Bügeleisen. Er glaube zwar nicht an Hexerei, doch war es schon etwas befremdlich. Es gab – wie er es formulierte – seinen Gedanken Nahrung. Der Schatz wird derweil einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Die Archäologen kündigten an, dass er nach Abschluss derselben im Kaliningrader Museum ausgestellt wird. Die Aufmerksamkeit der Besucher dürfte ihm gewiss sein.























