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Interview

Moritz Bleibtreu ist Andreas Baader

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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In »Der Baader Meinhof Komplex« (ab 25. September im Kino) spielt Moritz Bleibtreu den exzentrischen RAF-Terroristen. Hier erzählt der Schauspieler, wie er an der Rolle arbeitete und was ihm Politik bedeutet.




P.M. HISTORY: Sie sind 1971 geboren. Können Sie sich an die Terroristen-Fahndungsplakate erinnern?
Moritz Bleibtreu: Die Plakate sind fast die einzige aktive Erinnerung, die ich an die 70er-Jahre habe. Natürlich erinnere ich mich auch noch an die Klamotten und dass es ganz normal war, auf Matratzen auf dem Boden statt in Betten zu schlafen. Meine Jugend habe ich aber in den 80ern verbracht.

Haben Sie jemals demonstriert? Demos für den Umweltschutz waren in den 80er-Jahren ja schwer angesagt.
Es gab von Seiten der Schulen immer wieder Bemühungen, so etwas zu machen. Aber zum Glück war meine Mutter dagegen, weil man in so einem jungen Alter gar keine politische Meinung hat. Ich finde es wichtig, dass man Kindern und Jugendlichen die Zeit lässt, ihre eigenen Ideen zu entwickeln, statt sie zu instrumentalisieren.

Haben Sie als Erwachsener dann jemals ernsthaft demonstriert?
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