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Physik

Monsterwellen sind kein Seemannsgarn

Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Monsterwellen sind kein SeemannsgarnMonsterwellen sind kein Seemannsgarn

Sie sind der Schrecken aller Seefahrer und Stoff für unzählige Legenden: sogenannte Monsterwellen oder Freakwaves, gigantische Wasserberge, die auf dem Meer wie aus dem Nichts auftauchen und Schiffe überrollen.

Bis vor einigen Jahren galten sie als reines Seemannsgarn, doch im Jahr 1995 bewiesen Satellitenaufnahmen und die Begegnung des Luxusliners »Queen Elizabeth 2« mit einem mehr als 25 Meter hohen »Kaventsmann«, dass die Freakwaves wirklich existieren. Jetzt hat der Physiker Padma Kant Shukla von der Ruhr-Universität in Bochum den Mechanismus der monströsen Wellenberge entschlüsselt.

Sie entstehen, wenn kleine
Wellen aufeinandertreffen, die von einer Strömung vorangetrieben und gleichzeitig von Gegenwind gebremst werden. Dann türmen sich diese Wellen zu einer stabilen Riesenwelle auf. Das hat Shukla mit einem schwedischen Kollegen am Computer simuliert. Damit sind die Monsterwellen enträtselt. Weniger bedrohlich sind sie allerdings nicht geworden.

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