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Steppenkrieger

Mode aus der Mongolei

Neueste Forschungsergebnisse beweisen: Schon die Mongolen wussten, dass funktionale Kleidung auch schick sein kann.

Mode aus der MongoleiMode aus der Mongolei
iStockphoto

Wissenschaftlern der Universität Köln ist es gelungen, Kleidungstücke von mongolischen Reitern zu rekonstruieren. Dabei wurden einzelne Textilfasern, die 2008 von einem Team der mongolischen Akademie der Wissenschaften sowie der Universität Bonn in einem mongolischen Felsgrab entdeckt wurden, in einem aufwendigen Prozess zusammengesetzt. Die Funde werden auf die Zeit vom 7. bis zum 11. Jahrhundert datiert.

Herausgekommen sind zwei unterschiedliche Kleidungsstücke. Bei dem einen Stück handelt es sich um einen Kaftan, bei dem anderen um einen Wollmantel. Beide Teile bestechen neben ihrer Funktionalität vor allem durch ihre Ästhetik.

Der Kaftan besteht aus chinesischer Seide. Dies lässt darauf schließen, dass der Besitzer über eine hohe Position oder Reichtum verfügte. Außerdem ist das Stück ein weiteres Indiz, dass die Mongolen Handelsbeziehungen zu China pflegten.

Die Forscher konnten nach der Rekonstruktion die genaue Funktionalität der Stücke nachvollziehen. So belegen die raffinierten Schnitte, dass die Gewänder verschiedenen Zwecken wie dem Reiten und anderen Bewegungsformen angepasst waren. Ärmel mit Schlitzen und Mäntel, die nach unten hin ausgestellt waren, boten mehr Bewegungsfreiheit, Details wie Kapuzen zusätzlichen Schutz.

Beide Stücke sind ab dem 26. Januar in der Ausstellung „Steppenkrieger – Reiternomaden des 7. – 14. Jahrhunderts aus der Mongolei“ im LVR-LandesMuseum in Bonn zu betrachten.

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Autor/in: Stefanie Domann



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