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Gladiatoren

Mit Schwert, Schild und Helm ins Duell

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Die Waffen, die Wahl der Gegner und die Taktik: Nichts blieb dem Zufall überlassen. Ein Schiedsrichter wachte darüber, dass die Regeln eingehalten wurden. Marcus Junkelmann und seine Truppe schlüpfen selbst in die Rüstung ...

Marcus Junkelmann kocht gern und gut. Kürzlich jedoch traf er wohl nicht so recht den Geschmack seiner Gäste: Er servierte ihnen Gerstenbrei nach »Gladiatorenart«. Eigentlich war die Kostprobe ja nur als Ausflug in die Römerzeit gedacht: Einige junge Männer, die gelegentlich in die Rollen von Gladiatoren schlüpfen, sollten mit der Kraftnahrung ihrer antiken Vorbilder einmal ihre eigenen Geschmacksnerven kitzeln.

»Gladiatoren« war auch das Stichwort, das mich mit Junkelmann bekannt machte. Wer über sie schreiben will, muss Junkelmann lesen und hören. Einfach, weil er heute die Autorität für alles ist, was römisches Militär und Gladiatorenkampf betrifft. Zu einem Gespräch besuchte ich ihn deshalb in seinem Domizil auf Schloss Ratzenhofen. Die ehemalige Feste der Bayernherzöge aus Landshut liegt inmitten sanfter Hügel im Hopfenland der Hallertau, 100 Kilometer von München entfernt, ein wenig »hinterm Mond«.

Über den Ausgang des Gerstenbrei-Essens erzählt er mir gleich Betrübliches und lacht: »Die Begeisterung war sehr gering. Auch weil ich die beigemengten verkohlten und zerstampften Knochen nicht richtig gesiebt hatte; da bissen einige öfter auf so kleine Knochenstückchen.« Kein Scherz!
Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 4 (1 Bewertung)
Autor/in: Ulrich Doenike


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