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Vor 150 Jahren:
Mit Heinrich Barth durch die Sahara
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Vor einigen Jahren unternahm ich mit einem Fotografen eine abenteuerliche Reportagereise in den zentralafrikanischen Staat Mali. In der Nähe von Mopti, einer 118000-Einwohner-Stadt, waren wir auf Besuch in einer Oase, die ein deutscher Ingenieur mit Hilfe eines neuen Bewässerungssystems in eine blühende Landschaft verwandelt hatte. Am Ende der Recherche bot unser Gastgeber an: Lust auf einen Trip nach Timbuktu, jener geheimnisvollen einstigen Handelsmetropole am Südrand der Sahara?
Natürlich wollten wir, und es begann ein Ausflug der besonderen Art. Für die knapp 300 Kilometer benötigten wir fast einen ganzen Tag im Geländewagen, der Ingenieur saß am Steuer. Woran er sich orientierte, ist mir bis heute schleierhaft. Keine Straße, nur hügelige Wüste, ab und an ein paar vertrocknete Sträucher, einige von Menschenhand aufgebaute kleine Steinpyramiden (»Steinmännchen«) – das war alles.
Und dennoch kamen wir heil in Timbuktu an, Sand und Staub zwischen den Zähnen, in den Augen, auf dem Kopf. Der Ingenieur lieferte seine Gäste beim Bürgermeister ab, einem hünenhaften, pechschwarzen Afrikaner offenbar arabischer Abstammung. Als Erstes hieß er in perfektem Französisch die Fremden willkommen, Deutsche seien hier schon immer gern gesehen. Ob wir Heinrich Barth kennen?
Nein, nie gehört. Dann durften wir ein Haus besuchen, in dem dieser Deutsche einige Zeit gelebt hatte und ein Zimmer als eine Art Museum seinem Andenken gewidmet ist (heute sind es zwei Räume). Und damit begann die Spurensuche nach einem Mann, der in der Mitte des 19. Jahrhunderts Zentralafrika wie kaum ein anderer vor ihm bereist und erforscht hat.
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