Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Der Göttliche
Michelangelo
Dieser Artikel stammt aus P.M. Biografie
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Der 14-jährige Michelangelo staunt so andächtig, als schaue er der Schöpfung direkt ins Herz. Vor ihm, auf einem Marktkarren zum Verkauf ausgebreitet, liegen silbrig glänzende Fischleiber. Er sieht das angehauchte Rosa unter den Kiemen und das verblassende Blau in den offenen Mäulern. Einige der kleineren Fische haben linsengroße Markierungen neben den Augen, Farbtupfen aus dem satten, mit Rot angemischten Gelb reifer Orangen. Zurück im Atelier, übermalt der junge Michelangelo eine Bildkopie des deutschen Meisters Martin Schongauer: Die grotesken Dämonen, die den heiligen Antonius bedrängen, verwandelt er nun mit dem Pinsel in höllische Fischmonster. Als sein Lehrer,
der hoch angesehene Maler Domenico Ghirlandaio, das eigenmächtig übermalte Werk sieht, schüttelt er zornig den Kopf. Immer wieder vergreift sich der aufsässige Lehrling an Bildern berühmter Meister. Das Schlimme: Dieser noch bartlose ragazzo verändert die Werke nicht nur, er verbessert sie auch tatsächlich. Ghirlandaio ist es endgültig leid: „Pack deine Sachen und lass dich hier nicht mehr blicken!“ Michelangelo zuckt die Achseln und geht.
Lehrjahre eines Genies. Früh demonstriert Michelangelo jenes unerschütterliche Selbstbewusstsein, das ihn zur Paradepersönlichkeit seiner Epoche machen soll. Als Knabe konkurriert er noch mit großen Meistern, doch schon als Jüngling wird er mit Gott wetteifern. Der Künstlerbiograf Giorgio Vasari (1511– 1574) berichtet von Michelangelos „siegreichem Ehrgeiz“, mit seiner Kunst „die Schönheit der Schöpfung zu übertreffen“. Michelangelo überlebensgroß: Seine Bewunderer nennen ihn il divino – den Göttlichen.
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