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4-D

Mathematiker häkeln vierdimensionale Wollmützen

Der Astrophysiker Cliff Stoll beauftragte diverse Großmütter, Bücherei-Angestellte, Pflegeschwestern und Lehrer, für ihn vierdimensionale Mützen zu häkeln.

Die Mützen haben, wie alle Kleinschen Flaschen, weder Innen- noch Außenseite. Sie sind einseitig
iStockphoto

Der Astrophysiker Cliff Stoll beauftragte diverse Großmütter, Bücherei-Angestellte, Pflegeschwestern und Lehrer, für ihn vierdimensionale Mützen zu häkeln. Die Mützen sind Modelle einer "Kleinschen Flasche". Dass ihr Träger dadurch in die vierte Dimension verschwindet, ist noch nicht eindeutig bewiesen.

Die Kleinsche Flasche (benannt nach dem Göttinger Mathematiker Felix Klein) ist ein dreidimensionales Gegenstück zum zweidimensionalen Möbiusband: Sie ist in sich verdreht, über die vierte Dimension. Ein Gegenstand, der durch die Kleinsche Flasche kriecht, kommt am Ende seitenverkehrt heraus.

Stoll war von diesem Gebilde schon immer fasziniert und bastelte bereits als Junge eine Kleinsche Flasche in Glas (wozu er viel Geduld und eine Tube Brandsalbe brauchte). Dann gelang ihm die Konstruktion eines Bierkrugs ("Klein Stein"), der, obwohl ohne Innenseite, dennoch eine Maß Bier halten kann. Zusammen mit den Häkelkünstlerinnen Eleanor Kent und Betty Lampen gelang ihm die Schaffung Kleinscher Mützen. Sie haben, wie alle Kleinschen Flaschen, weder Innen- noch Außenseite. Sie sind einseitig (wie das Möbiusband) und damit, so ihr Vorteil, leichter zu reinigen,. Und den Geist, der ja bekanntlich in der vierten Dimension zu Hause ist, regen sie sicher besonders an, zumindest im Winter.

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