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Caesars Erbe

Marcus Antonius und Kleopatra

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Nach dem Attentat auf Caesar im Jahre 44 v. Chr. schließen sich sein Erbe Gaius Octavius und Marcus Antonius, der Freund des Ermordeten, zusammen. Doch schon bald kommt es zu Spannungen zwischen den beiden starken Männern. Erneut droht der Bürgerkrieg auszubrechen – und Ägyptens Königin Kleopatra sieht eine zweite Chance, ihre Träume zu verwirklichen und die Reiche der Pharaonen und der Römer zu vereinen.

Kleopatra war von so großer Schönheit, dass viele eine Nacht mit ihr um den Preis des eigenen Todes erkauften«, heißt es im 4. Jahrhundert n. Chr. in der »Römischen Kaisergeschichte« des Aurelius Victor. Im Jahr 41 v. Chr. war einer be-reits tot: Caesar. Jetzt stand der nächste Todeskandidat vor der Tür – ebenfalls ein Römer: Marcus Antonius.

Nach der Ermordung Caesars hatten dieser und Caesars Adoptivsohn Octa-vian, die Attentäter Cassius und Brutus in der Schlacht von Philippi besiegt. Die Sieger teilten das Römische Reich unter sich auf. Nach einiger Zeit, vielem Hin und Her und mehreren Verträgen sah die Verteilung so aus: Octavian erhielt den ganzen Westen des Reiches mit Gallien und Spanien, Marcus Antonius den Osten mit Griechenland und Ägypten. Über Italien wollten sie gemeinsam herrschen.

Beide waren die mächtigsten Männer Roms: Octavian, ein blasser, kränkelnder Jüngling von zwanzig Jahren, weil er der Erbe Caesars war, obwohl ihm niemand etwas zutraute; der 41-jährige Marcus Antonius hingegen, weil er ein erfolg-reicher Feldherr und Caesars militärischer Ziehsohn war. Er genoss hohes Ansehen, und der Senat stand hinter ihm. So standen sich beide Rivalen im Kampf um die alleinige Macht gegenüber.
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