Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Zar Iwan
Man nannte ihn den Schrecklichen...
Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Moskau, 3. Januar 1542, im Kreml: Noch drei Stunden bis Sonnenaufgang, der Himmel ist rabenschwarz, die Luft in klirrender Kälte erstarrt. Der elfjährige Großfürst Iwan schläft tief und fest. Plötzlich erfüllt Tumult den Raum: Wilde Gestalten jagen einen blutüberströmten alten Mann vor sich her, der vor dem Bett des Kindes zusammenbricht und um Hilfe fleht. Obwohl noch halb im Schlaf und voller Angst, erfasst Iwan sofort die Situation. Vor ihm kniet Metropolit Makarij (1482–1563), geistliches Oberhaupt der Moskauer russisch-orthodoxen Kirche. Seine Häscher sind Bojaren, jene mächtigen Clan-Führer, die in diesen Tagen das Sagen im Lande haben. Nun bittet seinerseits der Großfürst um Gnade für den Metropoliten – die Männer lassen von ihm ab.
Nowgorod, fast auf den Tag 28 Jahre später. Die Truppen Iwans, nunmehr Zar, haben die weit über Russland hinaus bekannte alte Handelsstadt umstellt. Wenig später beginnt in diesem Januar 1570 ein Massaker, wie man es bisher noch nie erlebt hat. Geistliche und weltliche Würdenträger der Stadt, aber auch einfache Bürger, Frauen und Kinder werden hingemetzelt. Bei dieser Orgie der Gewalt werfen Iwans Soldaten die Menschen lebend in Kessel mit siedendem Fett, die Opfer werden gepfählt, stundenlang gequält oder zu Tausenden im Fluss Wolchow ertränkt. Iwan und sein Sohn, der Zarewitsch, sehen unbewegt zu. Nach Schätzungen von Chronisten hat das Massaker etwa 20000 Menschen das Leben gekostet.
Er kämpfte sein Leben lang gegen den alten Adel der Bojaren
Iwan der Schreckliche – wer war dieser Mensch, der sich von einem angsterfüllten Knaben zu einem furchtbaren Herrscher entwickelte?
- Iwan der Schreckliche
- Auf der Flucht
























