Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Wissenschaft & Technik
Macht die Erde Geräusche?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Es ist ein tiefes Brummen, das unser Planet von sich gibt, so tief, dass wir es nicht hören können.
Zum Glück – denn es wäre sehr unangenehm für unsere Ohren: 16 Oktaven unter dem hohen C oszilliert es zwischen zwei und sieben Millihertz, mehrere Minuten dauert die Schwingung einer solchen Schallwelle. Schon vor hundert Jahren grübelten Forscher hinter ihren Messgeräten: Wo mochte das »unerhörte« Gegrummel herkommen? Erst im Jahr 1997 gelang es zwei japanischen Geophysikern, den seltsamen Erdgesang zu isolieren von all den Schwingungen, die durch Erdbeben oder Blitze entstehen. Seitdem wissen wir: Unser Planet hat etwas von einem riesigen Wackelpudding.
Die ominösen Geräusche entstehen, weil die Reise der Erdkugel auf der Umlaufbahn eine einzige Zitterpartie ist. Zwei mögliche Erklärungen dafür konkurrieren um die Richtigkeit: Während sich das Forscher-Duo aus Japan sicher war, dass die Vibration eine Folge des Luftdrucks ist, gibt es seit einigen Jahren eine weitere Theorie: Vieles spricht dafür, dass, wenn Stürme die Weltmeere aufwühlen, auch der Meeresboden – und in der Folge der gesamte Erdball – ins Schwingen gerät.
Je stärker der Sturm, desto lauter das Brummen – das kann man messen. Im Januar und Juli wird es darum besonders laut im niederfrequenten Bereich – dann, wenn die Winterstürme über der nördlichen (respektive südlichen) Hemisphäre wüten.

























