Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Wissenschaft & Technik
Macht’s die Größe des Gehirns?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Albert Einsteins Gehirn war nicht voluminöser als ein Durchschnittsgehirn. Es kommt darauf an, welche Regionen aktiv sind.
Albert Einstein war bekannt dafür, alte Theorien infrage zu stellen und damit das Weltbild zu erschüttern. Dieser Devise blieb der Nobelpreisträger auch über den Tod hinaus treu, denn er widerlegte eine bis dato fest zementierte Theorie der Hirnforschung: Lange Zeit vermutete man, Quantität bedeute auch Qualität – je mehr graue Zellen, desto schlauer der Mensch. Doch ausgerechnet Einsteins Gehirn war allenfalls durchschnittlich groß.
Die schiere Hirnmasse ist nicht verantwortlich für den Intelligenzquotienten eines Menschen. Wenn auch die Forschung noch am Anfang steht, so scheint es stattdessen Besonderheiten im Hirn selbst zu geben, die Menschen überdurchschnittlich intelligent machen. Eine genauere Untersuchung von Einsteins Gehirn ergab, dass manche Zonen wie die Scheitellappen bis zu 15 Prozent mehr entwickelt waren als bei anderen Menschen. Offenbar sorgt dieser Umstand für eine bessere neuronale Vernetzung. Anders ausgedrückt: Ungewöhnliche Gehirne sorgen für ungewöhnliches Denken.
Das amerikanische Institute of Mental Health veröffentlichte eine Studie über die Hirnentwicklung von Kindern. Sie besagt, dass bei intelligenten Kindern zwischen sechs und sieben Jahren die Gehirnrinde dünner war als bei anderen Kindern – eine weitere Anomalie, die aus noch ungeklärten Gründen die Kleinen im Denken bevorteilt. Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen sind ebenfalls in der Hirnentwicklung anormal; ihr Okzipitalhirn (ein kleiner Teil im hinteren Gehirn) bildet sich später aus als bei normalen Kindern. Beruhigend, dass Zappelphilippe spätestens mit 16 Jahren aufschließen.
Ein weiteres Merkmal intelligenter Menschen: Sie setzen ihre beiden Gehirnhälften besser und gleichmäßiger ein. Nicht von ungefähr sind viele große Denker auch künstlerisch begabt. Logik plus Kreativität ist die Gleichung für Intelligenz. Das Gehirn muss also nicht größer sein – es reicht, die Kapazitäten beider Hälften optimal zu nutzen.

























