Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
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Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Kultur & Gesellschaft
Machen Fernsehen und Computerspiele dumm und aggressiv?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Wer viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, verliert schnell den Kontakt zur Realität – vor allem die Schule bleibt dabei auf der Strecke.
Der Streit um die Glotze und um Ballerspiele am Rechner ist nach dem Amoklauf eines 18-Jährigen in Emsdetten wieder voll entbrannt. Es gibt heute sehr unterschiedliche Meinungen dazu. Der neuseeländische Wissenschaftsautor Steven Johnson sagt: TV und Computer trainieren unser Gehirn ganz nebenbei, das gilt auch für alberne Serien oder stumpf anmutende Spiele.
Eine aktuelle Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens mit 23000 Kindern und Jugendlichen kam zu einem ganz anderen Ergebnis: »Je mehr Zeit die Kinder mit Computerspielen verbringen und je brutaler die Inhalte sind, desto schlechter sind die Schulnoten«, so Christian Pfeiffer, Direktor des Instituts. Die virtuellen Bilder im TV oder am PC verdrängen das Schulwissen sofort, das zunächst im Kurzzeitgedächtnis nur flüchtig gespeichert ist.
»Bei Jungen wird der Zusammenhang zwischen PC-Spielen und schlechten Schulleistungen besonders deutlich, weil sie meist dreimal so viel spielen wie Mädchen und zudem brutalere Inhalte bevorzugen«, so Pfeiffer. Die Studie ergab auch, dass Kinder aus Bundesländern mit guten Pisa-Ergebnissen (z. B. Bayern) deutlich weniger Zeit vor dem Bildschirm verbringen.
Und der deutsche Neurologe Manfred Spitzer ergänzt: Das kindliche Gehirn wird nur durch den Kontakt zur Realität gewinnbringend geformt; wer dagegen im Alter von fünf Jahren zu viel fernsieht, schafft zwanzig Jahre später deshalb vielleicht seinen Uniabschluss nicht. Ob Ballerspiele am Computer die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen erhöht oder im Gegenteil senkt – diese Diskussion wird uns wohl noch einige Zeit begleiten.
Eines kann aber jetzt schon gesagt werden: Das Argument, die Killerspiele seien gut, weil sich die Kids dabei abreagieren könnten, findet immer schärferen Widerspruch. Bisher aber konnte keine der beiden Seiten einen Beweis für ihre Theorie vorlegen.

























