Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtiger nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.
Die 10 großen Mysterien unserer Existenz
Der perfekte Mord ist Geschichte
Papiergeld - Das Risiko des schönen Scheins
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Lohnen sich »Individuelle Gesundheitsleistungen«?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Die »Erste-Klasse-Medizin« wirbt mit teuerenTests und Therapien. Für die Ärzte lohnen sie sich mit Sicherheit: Die Individuellen Gesundheitsleistungen (»IGeL«), von Kritikern gerne als »Wohlfühlleistungen« bezeichnet, muss der Patient komplett aus eigener Tasche zahlen. Das bringt den Ärzten über eine Milliarde Euro mehr Umsatz pro Jahr.
Doch was hat der Patient davon? Bei »IGeL« ist der Interessenkonflikt vorprogrammiert: Der Patient braucht ärztlichen Rat – der Arzt will seine Geräte amortisiert sehen. Tatsächlich hapert es mit der Beratung im IGeL-Geschäft, fand die Stiftung Warentest heraus. Klar, wer seine Ware anpreist, wird nicht gerade dessen Schattenseiten hervorheben, etwa dass es bei besonderen Krebsvorsorge-untersuchungen auch zu falschen positiven Ergebnissen kommen kann, die dann durch belastende Folgeuntersuchungen überprüft werden müssen.
Bei den meisten IGeL-Offerten ist zu bedenken, dass sie nicht ohne Grund aus dem normalen Kassenprogramm ausgeschlossen wurden: Ein offizielles Gremium aus Kassen- und Ärztevertretern hat sie überprüft und als nutzlos oder sogar risikoreich eingestuft.
Skeptisch stimmt auch das Ergebnis einer Studie des AOK-nahen WIdO-Instituts und der Verbraucherzent-rale NRW: Fast immer sind es gut betuchte und gebildete Patienten, denen Zusatzleistungen angeboten werden – das legt den Verdacht nahe, dass nicht in erster Linie eine medizinische Notwendigkeit den Ausschlag gibt. Eines lässt sich jedenfalls mit Sicherheit sagen: Dringend sind die IGeL nie – der Patient kann in Ruhe erst eine zweite Meinung einholen oder versuchen, sich im Internet schlau zu machen.
IGeL für die ganze Familie?
Für Männer: PSA-Bestimmung. Diese Blutuntersuchung beim Urologen soll zeigen, ob ein bestimmtes Eiweiß vermehrt gebildet wird. Das kann unter Umständen auf einen Prostata-Tumor hinweisen. Problem: Erhöhte PSA-Werte müssen nicht Krebs bedeuten – in zwei von drei Fällen liegt die Ursache woanders. Zudem muss nicht jedes Prostatakarzinom behandelt werden. Bei begründetem Verdacht wird die PSA-Untersuchung von der Krankenkasse bezahlt.
Für Frauen: HPV-Screening Der HPV-Test soll eine Infektion mit Humanen Papillomaviren aufspüren, da diese Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Das Problem auch hier: Der Test ist sehr unspezifisch, und in 80 bis 90 Prozent der Fälle verschwindet die Infektion von selbst. Viel effektiver ist die jährliche Krebsvorsorge mit Abstrich, die jede Frau ab 20 Jahren von der Kasse bezahlt bekommt.
Für Ungeborene: Baby-TV Während einer Nichtrisiko-Schwangerschaft hat man Anspruch auf drei Ultraschalluntersuchungen – wer mehr möchte, wird zur Kasse gebeten, doch es gibt keine Anhaltspunkte für irgendeinen Nutzen. Treten im Verlauf der Schwangerschaft Probleme auf (Blutungen, Schmerzen), werden zusätzliche Ultraschalluntersuchungen auch von der Kasse bezahlt.
























