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Wissenschaft & Technik

Letzte Rettung Teddybär?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Letzte Rettung Teddybär?Letzte Rettung Teddybär?
iStockphoto

Sie sollen eine »menschliche Note« ins Kampfgebiet bringen, das US-Militär kauft Bergungs-Roboter mit Teddygesicht. Sie tragen verletzte Soldaten aus dem Kampfgebiet und sollen auch bald in Kliniken zum Einsatz kommen.

Wenn ein US-Soldat verletzt und verzweifelt auf dem Schlachtfeld liegt, soll ihm in spätestens fünf Jahren ein Roboter mit Teddybärgesicht zu Hilfe eilen. »Bei Verletzten ist die menschliche Note besonders wichtig«, begründet Gary Gilbert von der US-Army den Trend zum Plüschtier. Doch hinter der putzigen Teddymaske verbergen sich natürlich stahlharte Fakten. Der »Bear« (englisch: »Bär« und zugleich Abkürzung für »Battlefield Extraction Assist Robot« = Roboter zur Evakuierung aus dem Kampfgebiet), von der Firma Vecna bereits als Prototyp realisiert, ist eine Hightech-Rettungsmaschine, die selbst unter widrigsten Umständen ihre Aufgabe erfüllt.

Terminatorgleich arbeitet sich Bear durch Feuer, Kugelhagel oder Giftgaswolke, bewältigt holprige Strecken und vermintes Gelände, um schließlich den verletzten Kameraden an einen sicheren Ort zu bringen. Anders als die meisten Roboter kann er sich sogar problemlos auf zwei Beinen fortbewegen – die Verknüpfung von Bewegungssensoren und Computer-Motorik macht es möglich. Dabei ist der Bär so schmal, dass er auch durch enge Türeingänge und Hausflure passt. Zwischen seinen Spezialeinsätzen soll er keineswegs untätig herumsitzen, sondern beim Beladen von Lastwagen, Schleppen von Kampfgerät usw. helfen.

Bislang funktioniert der mannshohe Super-Teddy mit den Kamera-Augen und den Mikrofon-Ohren über Fernsteuerung. Für die weitere Entwicklung ist jedoch ein Modell geplant, das sich nahezu autonom fortbewegen kann. Bei Vecna arbeitet man unterdessen auch an Roboter-Teddys für die zivile Nutzung in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Die Japaner machen es bereits vor: Im Land des Lächelns wird oft nicht mehr nach der überlas-teten Schwester, sondern nach dem Roboter geklingelt.

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