Es ist albern, Menschen in gut oder schlecht zu gruppieren. Menschen sind entweder charmant oder langweilig.
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Die indische Liebeslehre ist für ihre Sextipps berühmt. Sie ist aber deutlich mehr als ein Lexikon der akrobatischen Stellungen: eine Philosophie des sinnlichen Genusses und ein Ratgeber für Liebe und Partnerschaft.
Ein Mann wird Hase, Stier oder Hengst genannt, je nach Größe seines Geschlechtsteils; eine Frau wird Gazelle, Stute oder Elefantenkuh genannt.« So beginnt das Sexkapitel im »Kamasutra«, dem ältesten Liebesratgeber der Welt. Der indische Gelehrte Mallanaga Vatsyayana hat ihn zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert n. Chr. geschrieben. Die Frage, inwiefern die Größe eine Rolle spielt, brannte den Menschen also schon in der Antike auf den Nägeln. Vatsya-yanas Antwort darauf ist so vielschichtig und umfangreich, dass sein Werk noch immer Diskussionsstoff bietet, immer wieder bearbeitet und fortgeschrieben, unterschiedlich interpretiert und gelebt wurde.
Unabhängig von der Größe – im Kamasutra ist für jede Paarung etwas dabei. Etwa, wenn das beste Stück des Mannes kleiner ist als das der Frau: »Beim Kelch strecken beide Partner ihre Beine gerade aus. Es gibt zwei Varianten: den Kelch in der Seitenlage oder den Kelch in Rückenlage (...) Wenn er, sobald er in sie eingedrungen ist, ihre beiden Schenkel kräftig zusammendrückt, wird daraus die Drückende.« Andere Liebende vergnügen sich in der »Stutenfalle« (Muskelspiele der Vagina), beim »Bambusspalten« (mit ineinander verspreizten Beinen) oder mit der »schlingenden Ranke« (im Stehen). »Heute gibt es über 600 dokumentierte Stellungen – bereits 529 davon sind im Kamasutra beschrieben«, resümiert die britische Ratgeber-Autorin Tracey Cox in ihrem Besteller »Hot Sex«.
Tatsächlich aber geht es im Kamasutra am wenigsten um die Paarungsakrobatik, auf die es gerne reduziert wird. Das Werk ist vielmehr eine Anleitung, Erotik mit allen Sinnen zu genießen und als Kunst zu erlernen. Die Sanskritvokabel »Kamasutra« bedeutet übersetzt »Lehrsätze zum Liebesleben«, und dieses durchdringt alle Bereiche des menschlichen Daseins.
Ein Mann wird Hase, Stier oder Hengst genannt, je nach Größe seines Geschlechtsteils; eine Frau wird Gazelle, Stute oder Elefantenkuh genannt.« So beginnt das Sexkapitel im »Kamasutra«, dem ältesten Liebesratgeber der Welt. Der indische Gelehrte Mallanaga Vatsyayana hat ihn zwischen dem 2. und 4. Jahrhundert n. Chr. geschrieben. Die Frage, inwiefern die Größe eine Rolle spielt, brannte den Menschen also schon in der Antike auf den Nägeln. Vatsya-yanas Antwort darauf ist so vielschichtig und umfangreich, dass sein Werk noch immer Diskussionsstoff bietet, immer wieder bearbeitet und fortgeschrieben, unterschiedlich interpretiert und gelebt wurde.
Unabhängig von der Größe – im Kamasutra ist für jede Paarung etwas dabei. Etwa, wenn das beste Stück des Mannes kleiner ist als das der Frau: »Beim Kelch strecken beide Partner ihre Beine gerade aus. Es gibt zwei Varianten: den Kelch in der Seitenlage oder den Kelch in Rückenlage (...) Wenn er, sobald er in sie eingedrungen ist, ihre beiden Schenkel kräftig zusammendrückt, wird daraus die Drückende.« Andere Liebende vergnügen sich in der »Stutenfalle« (Muskelspiele der Vagina), beim »Bambusspalten« (mit ineinander verspreizten Beinen) oder mit der »schlingenden Ranke« (im Stehen). »Heute gibt es über 600 dokumentierte Stellungen – bereits 529 davon sind im Kamasutra beschrieben«, resümiert die britische Ratgeber-Autorin Tracey Cox in ihrem Besteller »Hot Sex«.
Tatsächlich aber geht es im Kamasutra am wenigsten um die Paarungsakrobatik, auf die es gerne reduziert wird. Das Werk ist vielmehr eine Anleitung, Erotik mit allen Sinnen zu genießen und als Kunst zu erlernen. Die Sanskritvokabel »Kamasutra« bedeutet übersetzt »Lehrsätze zum Liebesleben«, und dieses durchdringt alle Bereiche des menschlichen Daseins.
Autor/in: Felicia Englmann
Mehr zum Thema:
- Psychologie & Gesundheit
- Spielarten der Lust
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