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Ist da jemand?

Leben in der vernetzten Welt

Dieser Artikel stammt aus P.M. HISTORY
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Druckerpresse, Telefon, Internet: Wie die Technik unsere Kommunikation verbessert – und prägt.

Das Telefon – tot. Die Zeitung – nicht gekommen. Im Fernsehen – Schneegestöber. Der Satellit fürs Navigaionsgerät – vorübergehend abgeschaltet. Ein Tag ohne Kommunikationsmittel wäre für uns ein ereignisloser Tag mit erschreckend viel Zeit. Wie Urlaub vom beruflichen und privaten Alltag. Unvorstellbar wäre das, und das ist erstaunlich, denn so alt sind diese technischen Errungenschaften ja gar nicht. Kaum eine Erfindung wird so schnell zum Standard, wie eine aus dem Gebiet der Kommunikation. Denn Medien haben einen unmittelbaren Einfluss auf unser Leben. Sie befriedigen eines unserer Grundbedürfnisse: miteinander zu kommunizieren.

Neuerungen sind nie nur das Ergebnis von technischen Erfindungen, sondern auch Folge von sozialen Veränderungen. Der französische Historiker Fernand Braudel (1902–1985) brachte dies so auf den Punkt: »Erst mit dem sozialen Druck, der sie unterstützt und vorschreibt, gewinnt eine Erfindung an Bedeutung.« Ohne tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen wie die Französische Revolution, die Bildung von Republiken nach französischem Vorbild, die Entwicklung von Börse und Finanzmärkten oder auch neuen familiären Strukturen wäre die Entwicklung der Kommunikationsmittel so nicht möglich gewesen.
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Autor/in: Dorothea Grass


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