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Kunstfurzer – gibt es die wirklich?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Kunstfurzer – gibt es die wirklich?Kunstfurzer – gibt es die wirklich?

Musik liegt in der Luft: Auf französischen Karikaturen aus dem 19. Jahrhundert gibt es Kunstfurzer zu bewundern.

Dem F&A-Team ist nichts Menschliches fremd – daher sei es uns gestattet, die Abgründe des Fäkalhumors zu streifen: Der Kunstfurzer ist ein Mensch, der seine Darmmuskulatur so stark trainiert, dass er es schafft, aus seinen Darmgasen das Beste herauszuholen: wohlklingende Töne zum Beispiel. Der Star unter den derzeitigen professionellen Kunstfurzern ist Paul Oldfield, besser bekannt als »Mr. Methane« – ein Name mit Programm, versteht sich.

Der Engländer tourt mit seiner Show, bei der er Lieder pupst oder ein Gewitter furzt, seit 1991 rund um den Globus. Wer will, kann seine Künste sogar daheim als Video und CD goutieren (zu bestellen unter www.mrmethane.com ). Kunstfurzen ist keine Erfindung der Neuzeit – in früheren Jahrhunderten traten Kunstfurzer auf Jahrmärkten auf, pupsten Gassenhauer oder veranstalteten kleine Feuerwerke, indem sie ihre Verdauungsgase anzündeten.

Der unumstrittene König der Kunstfurzer war der Franzose Joseph Pujol, der in diesem Jahr seinen 150. Geburtstag gefeiert hätte. Pujol war eine anatomische Ausnahmeerscheinung: Er besaß eine derartig ausgeprägte Darmmuskulatur, dass er mit ihr größere Mengen Luft oder Flüssigkeit einsaugen und kontrolliert wieder von sich geben konnte.

Nachdem er sich 1887 endgültig für eine Bühnenkarriere als Kunstfurzer entschied, wurde er zum bestbezahlten Showstar seiner Zeit. Der Meister der Darmwinde begnügte sich nicht mit dem Furzen von Musikstückchen – er rauchte vor den Augen eines hingerissenen Publikums eine »Rektalzigarette«: Dazu schob er sich einen Gummischlauch in den Allerwertesten und paffte (durch Ansaugen der Luft mit seinem Darm) den Glimmstengel am anderen Ende des Schlauches. Mit seinen Darmwinden konnte Pujol auch Flöte spielen und Kerzen ausblasen.

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