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Landflucht

Kleine Paradiese in großen Städten

Dieser Artikel stammt aus P.M. Perspektive
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Hinterhöfe, Gärten und Parks werden zum Lebensraum für wilde Tiere – einige von ihnen fühlen sich hier sogar wohler als in der freien Natur. Ihre Angst vor den Menschen haben Wildschwein, Fuchs und Co. weitgehend verloren.

Berlin: Unheimlich rumpelt es nachts auf dem Dachboden der noblen Villa in Dahlem. Einbrecher? Nein, Steinmarder. München: Der Hasenstall im Garten eines Reihenhauses im Stadtteil Pasing ist geplündert. Diebe? Nein, Füchse. Düsseldorf: Die hübsche Blumenrabatte vor dem Haus in Flingern ist völlig verwüstet. Vandalen? Nein, Wildschweine.

Szenen aus deutschen Städten. Ringeltauben, Stockenten und Steinmarder machten den Anfang, dann folgten Waschbären und Rotten von Wildschweinen, die durch Wohnviertel rüsselten. Längst sind weitere Wildtiere nachgekommen. Sie nisten an stark befahrenen Straßen, stöbern in Mülltonen, U-Bahn-Schächten und Fußgängerzonen nach Essbarem oder brüten in Blumenkästen auf dem Balkon. Jaulende Füchse vor dem Schlafzimmerfenster? Für manchen Städter gehört das fast so selbstverständlich zur Geräuschkulisse wie donnernde Flugzeuge.
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