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Film ab!
Kino zu Hause
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Seit dem Siegeszug der Video-DVD Ende der 1990er Jahre gibt’s Kinofilme für kleines Geld in guter Bild- und Tonqualität. Eine Heimkinoanlage entlockt den Scheiben ihr Potenzial. Und wenn die DVD nicht reicht: Für große Bildschirme oder Leinwände steht seit gut zwei Jahren die Blu-ray Disc zur Verfügung.
Drei Dinge braucht das Wohnzimmerkino – zwei davon sind in fast jedem Haushalt ohnehin vorhanden. Erstens eine Programmquelle, also den DVD- oder eben Blu-ray-Disc-Spieler, sowie – zweitens – einen Bildschirm oder Videoprojektor. Knifflig wird’s für viele angehende Heimcineasten bei Teil drei der Kino-Kette: dem Ton.
Musikliebhaber verbinden mit Raumklang die klassische Stereofonie. Zwei Lautsprecher geben ebenso viele Tonkanäle wieder – ein Signal für die Position links und eines für die rechts vom Hörplatz. Im Lichtspieltheater reichen zwei Kanäle nicht: Es gäbe im ganzen Kino nur einen Sitzplatz mit optimalem Ton. Ein zusätzlicher Mitten- oder Centerkanal stabilisiert das Klang-Panorama – Filmtoningenieure nutzen ihn für die meisten Dialoge sowie alle Musik- und Geräuschanteile, die sich in der akustischen Mitte befinden. Die drei Lautsprecher für die vorderen Kanäle (also links und rechts sowie Center) sind in den meisten Kinos hinter der schalldurchlässigen Leinwand montiert.
Zwei weitere Kanäle sind für Raumanteile und Effekte zuständig: Ihre Signale werden im Kino über mehrere Lautsprecher wiedergegeben, die rund um die Zuschauer platziert werden – die Surroundboxen.
Für spezielle, besonders druckvolle Tieftoneffekte steht den Toningenieuren noch eine weitere Spur zur Verfügung – der LFE (Low Frequency Effect Channel) hat Arbeit, wenn es etwa gilt, Explosionen oder Raketenstarts akustisch zu untermalen. Insgesamt tummeln sich auf den Tonspuren aktueller Kinofilme 5.1-Kanäle – links und rechts vorn, Center, links und rechts Surround sowie der LFE. Auf fast allen DVDs sind sie auch so gespeichert – meist als »Dolby Digital 5.1«.
Fast alle DVD-Spieler geben über ihre analogen Audio- oder Scartkontakte aber nur ein Stereogemisch dieser 5.1-Kanäle aus. Wer vollen Rundumsound will, braucht einen Dolby-Digital-Decoder. Der sitzt oft in speziellen Heimkino-AV-Verstärkern und wird über eine optische oder Kupferleitung (»koaxial«) mit den 5.1-Signalen versorgt. Zwingend sind AV-Verstärker nicht: Dolby-Digital-Decoder finden sich auch in Heimkino-Komplettanlagen, aber auch in Fernsehern oder sogar in Zusatzgeräten für Kopfhörer.
In der vollen Ausbaustufe versorgt der AV-Verstärker fünf Lautsprecher (und eine Tiefbass-Zusatzbox, den Subwoofer) – das schreckt nicht nur Ästheten ab. In manchen Wohnräumen lässt sich die Technik einfach nicht unterbringen – zumal die Boxen ja auch noch per Kabel mit Signalen versorgt werden müssen.
Zwingend ist der Kisten-Krampf aber nicht: Dank moderner Technik gibt es Raumklang, auch ohne das Wohnzimmer mit Boxen vollzustopfen. P.M. hat Ihnen drei mögliche Heimkinos zusammengestellt und präsentiert dabei auch Lösungen, die mit nur einem sichtbaren Lautsprecherelement auskommen.
So setzen wir in unserer Einsteigeranlage statt fünf Lautsprechern einen sogenannten Soundprojektor ein. Hinter seiner unspektakulären Front werkeln über 40 winzige Membranen. Sie strahlen den Schall für die fünf Kanäle in verschiedene Richtungen zeitverzögert in den Raum – am Sitzplatz hat der Hörer die Illusion, fünf verschiedene Schallquellen wahrzunehmen. Soundprojektoren machen Boxen zwar nicht arbeitslos – aber sie sind eine interessante Alternative.
P.M. hat für jede Klasse exzellente Komponenten ausgewählt – zwingend sind unsere Kombinationen aber nicht. Sie können und sollten die Bausteine nach Ihren Bedürfnissen und selbstverständlich auch Ihrem Budget variieren. Zum perfekten Heimkino führen eben viele Wege.
Einsteiger
Panasonic TH-50 PZ 800 E
Dank FullHD-Auflösung ist das Bild des TH-50 PZ 800 E knackescharf, die Plasmatechnik garantiert sattes Schwarz. Mit 2800 Euro ist der 1,27-Meter-Schirm günstig, braucht aber viel Strom.
Infos bei Panasonic
Yamaha YSP-4000
Dieser Klangprojektor (1300 Euro) simuliert Fünfkanal-Rundumklang. Ein Dolby-Digital-Decoder und ein UKW-Radio sind integriert. Je ein HDMI-Kabel reicht, um ihn mit Flach-TV und Blu-ray-Spieler zu verbinden.
Infos bei Yamaha-Hifi
Sony BDP-S 350
Der 330 Euro teure Blu-ray-Spieler gibt Filme mit ihrer originalen Bildfrequenz (»24p«) aus und kann Videos mit erweitertem Farbraum per HDMI korrekt an TV oder Beamer weiterreichen.
Infos bei Sony
Mittelklasse
Teufel Theater 2
Das 799 Euro teure Heimkino-Paket des Berliner Direktversenders gibt es in Schwarz oder Ahorn. Der Subwoofer hat 30 Zentimeter Membranfläche und einen Verstärker mit 250 Watt Dauerleistung.
Infos bei Teufel
Panasonic DMP-BD 55
Der Blu-ray-Player (450 Euro) kann interaktive Inhalte aus dem Internet nachladen und parallel zur Disc abspielen (BD Live Profile 2.0). Von SD Cards spielt er Fotos und HD-Videos ab.
Infos bei Panasonic
Denon AVR-1909
Dieser AV-Receiver versorgt bis zu sieben Boxen mit je 120 Watt Leistung und passt sich automatisch an die Raumakustik an. Das Gerät gibt’s in Silber oder Schwarz für 600 Euro.
Infos bei Denon
Sanyo PLV-Z 700
Dieser Projektor bietet für vergleichsweise wenig Geld (1500 Euro) ein Heimkinobild mit voller HDTV-Auflösung (»FullHD«, 1920 mal 1080 Pixel). Der Lüfter soll mit 21 Dezibel sehr leise sein. Ein automatischer Deckel schützt die Linse im Ruhezustand.
Infos bei Sanyo
Oberklasse
Canton-Karat-Paket
Unser Top-System setzt auf zwei Karat 790 DC für linken und rechten Frontkanal (je 1000 Euro), zwei Karat 720 für die Surroundkanäle (je 390 Euro), den Karat-755-Center (470 Euro) und den Subwoofer Karat AS 750 SC (1430 Euro).
Infos bei Canton
Pioneer BDP-LX 71
Dieser Blu-ray-Spieler verspricht dank hochwertiger Video- und Audioelektronik Bild und Ton vom Feinsten. Das Laufwerk des 800 Euro teuren Pioneer soll besonders solide sein und trägt zum Gewicht von 5,7 Kilogramm bei.
Infos bei Pioneer
Mitsubishi HC 7000
Dieser Beamer zeichnet sich laut Hersteller durch besonders hohen Kontrast aus. Der 3500 Euro teure Projektor hat volle HD-Auflösung und zwei HDMI-Eingänge. Der Lüfter soll mit 17 Dezibel Geräusch kaum wahrnehmbar sein.
Infos bei Mitsubishi Electric
Marantz AV/MM 8003
Diese Vor-/Endstufenkombi für 4500 Euro unterstützt alle aktuellen digitalen Audio- und Videoformate und kann Bild und Ton auch aus einem PC-Netzwerk beziehen. Die Endstufe leistet auf jedem der acht Kanäle 140 Watt.
Infos bei Marantz
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