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Wissenschaft & Technik

Katzen mögen keine süßen Sachen. Warum?

Dieser Artikel stammt aus P.M. Fragen & Antworten
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Katzen mögen keine süßen Sachen. Warum?Katzen mögen keine süßen Sachen. Warum?
iStockphoto

Pferden gibt man zur Belohnung ein Stück Zucker, für Hunde gibt es eine Extraschokolade aus dem Einkaufsregal – aber womit kann man eine Naschkatze erfreuen? Auf jeden Fall nicht mit Süßigkeiten. Warum das so ist, hat ein US-Forscherteam aus Philadelphia jetzt herausgefunden.

Nach eingehenden Untersuchungen an Hauskatzen und Wildkatzen kamen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis: Katzen fehlt der Geschmacksrezeptor für Süßes. Dieser setzt sich bei den meisten Säugetieren aus zwei ineinander verhakten Eiweißmolekülen zusammen: aus T1R2 und T1R3.

Bei den Katzen ist eine wichtige Region des T1R2-Gens im Erbgut der Tiere nicht vorhanden, das die Botschaft für eine Hälfte des Erkennungsproteins für »süß«“ trägt. Der Rezeptor in den Geschmacksknospen wird damit funktionsunfähig.

Da die Reizempfänger für den Geschmack durch die Nahrungsauswahl beeinflusst werden können, stellen sich die Forscher jetzt die berüchtigte Frage nach Henne und Ei: Sind die Katzen durch ihren Gendefekt zu Fleischfressern geworden? Oder ist ihr Geschmacksrezeptor im Nachhinein verkümmert, weil sie sich ausschließlich von Fleisch ernährt haben?

Eines steht jedenfalls fest: Der Begriff Naschkatze ist schlichtweg falsch – zumindest, wenn es um Süßigkeiten geht!

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