Alte Zöpfe schneidet man am besten in aller Öffentlichkeit ab, dann jammern die Betroffenen noch am wenigsten.
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Wissenschaft & Technik
Kann Sand Menschen verschlucken?
Ein Stück Kinogeschichte: Im gleichnamigen Film verliert Lawrence von Arabien auf grausame Weise seinen Diener – der Junge versinkt im Wüstensand. Ist die Szene nur eine Fantasie des Regisseurs, oder könnte sie sich tatsächlich so abgespielt haben? Reine Fantasie, meinten wir in P.M. F&A 1/2000, S. 37.
Doch Forscher der Universität Twente in Enschede, Holland, haben Sand genauer unter die Lupe genommen und kamen zu einem überraschenden Ergebnis: Werden feine Sandkörner durch Sturm aufgewirbelt, bilden sie nach dem Herunterrieseln einen so losen Zusammenhalt, dass sie praktisch kein Gewicht mehr tragen können. Nach Meinung der Wissenschaftler könnte so Wüstensand nach einem Sturm zur tödlichen Falle für Mensch und Tier werden.
Für ihre Untersuchung ließen die Forscher feinsten Sand (mit einem Durchmesser von nur wenigen Hundertstel Millimeter) in einem Laborgefäß aufpusten und warteten, bis sich die Körner am Boden abgesetzt hatten. Anschließend legten sie ganz vorsichtig einen Tischtennisball darauf – und siehe da, der federleichte Ball versank in Sekundenbruchteilen völlig im Sand. Beim Einsacken erzeugte er einen schmalen, nach oben schießenden Sandstrahl, ähnlich einer aufsteigenden Wasserfontäne.
Normalerweise liegt die Packungsdichte von Sand bei 55 bis 60 Prozent. Die aufgewirbelten Körner besaßen aber eine Dichte von nur 41 Prozent. Das macht sie extrem instabil, da sich die inneren Kräfte, die Sand normalerweise tragfähig machen, nicht ausprägen können.






















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