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Können Hunde Gedanken lesen?
Dieser Artikel stammt aus P.M. Magazin
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Jeder Hundebesitzer wird sofort mit Ja antworten. Aber fassen wir die Frage etwas enger: Können Hunde wissen, was der Mensch von ihnen will, ohne dass der ihm das mit Worten mitteilt, die der Hund gelernt hat?
Am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig untersucht eine Forschergruppe seit Jahren, wie Hunde auf menschliche Gesten und Blicke reagieren. In vielen Versuchsreihen hat sich herausgestellt, dass Hunde unter den domestizierten Tieren diejenigen sind, die aus der Körperhaltung eines Menschen am leichtesten herauslesen, was er von ihnen erwartet.
Die Hunde bekamen vom Versuchsleiter Leckerli hingelegt, die sie aber nicht fressen durften. Wurden die Tiere im Anschluss an das Verbot mit Blicken fixiert, hielten sie sich meist daran. Sonst eher nicht.
Bekannt ist, dass Hunde sehr sensibel darauf reagieren, in welcher Stimmung ihre Bezugsperson gerade ist. Sie bemerken sogar, wenn Menschen krank sind. Erklären lässt sich das mit dem ausgeprägten Geruchssinn der Tiere, der schon feinste Veränderungen in der Körperchemie aufspürt. Dies kann man als eine Art nonverbales Gedankenlesen interpretieren.
Der englische Biologe Rupert Sheldrake geht noch weiter. Er gesteht Tieren grundsätzlich telepathische Fähigkeiten zu und erklärt das mit den von ihm beschriebenen »morphischen Feldern«, die er als Kanäle für telepathische Kommunikation zwischen Menschen und auch artübergreifend interpretiert.
Er hat das Verhalten einer Hündin dokumentiert, die immer wusste, wann ihre Herrin nach Hause aufbrach, aber absolut keine sonstigen Anzeichen dafür hatte außer den Gedanken ihrer Besitzerin – sagt Sheldrake.
Wenn er richtig beobachtet hat, ist das Verhalten der Hündin zumindest rätselhaft. Allerdings ist der Biologe in Wissenschaftlerkreisen umstritten.
























