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Maria Stuart

Königin der Herzen

Dieser Artikel stammt aus P.M. Biografie
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Sie hätte Prinzessin Diana die Schau gestohlen, wäre ihr dramatisches Liebesleben von modernen Medien inszeniert worden: Mit 16 heiratet Maria Stuart, Königin von Schottland, den französischen Thronfolger, mit 17 ist sie Witwe, mit 23 verliebt sie sich in einen masernkranken Jüngling, mit 24 packt sie rasende Leidenschaft für den ersten wirklichen Mann in ihrem Leben. Danach geht es nur noch bergab.

Sex & Crime beherrschte das Leben in ihren schlecht geheizten Schlössern ohne Badezimmer: Europas absolutistische Herrscher des 16. Jahrhunderts leiteten ihren Machtanspruch direkt von Gott her und scheuten vor keiner Grausamkeit zurück, denn auf Erden hatten sie keine Richter zu fürchten. Da die Menschen damals durch Krankheit oder Mörderhand früh starben, drehte sich das Thronkarussell ununterbrochen. Geheiratet wurde, was das Zeug hielt, aber selten aus Liebe. Manchmal war die Braut ein Säugling, der für sie vorgesehene Gatte schon im besten Mannesalter, manchmal wurde versucht, einen noch bartlosen Thronerben an eine Furcht einflößende Königin jenseits der Wechseljahre zu verschachern. Hauptsache, die Mitgift stimmte: ein Königreich oder besser zwei, eine mächtige Flotte oder wenigstens ein besonders guter Draht zum Stellvertreter Gottes auf Erden, dem Papst in Rom.
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